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Donnerstag, 9. Februar 2023

Schulisches Selbstvertrauen

«Ich kann es» und «Das bringt mir was» – das sind aus Sicht von Prof. Dr. Ulrich Trautwein die beiden wichtigsten Formeln für gelingendes, leichtes Lernen: «Wenn Schülerinnen und Schüler viel Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben und dem Lernen einen Sinn beimessen, strengen sie sich gerne an und sind motiviert.» Doch bei vielen Kindern – so konstatiert der Bildungsexperte – sind diese Lernvoraussetzungen nur begrenzt gegeben; zudem kann sich die Lernbereitschaft auch über die Schuljahre hinweg verändern.


Trautwein ist einer der bekanntesten Bildungsforscher im deutschsprachigen Raum und ein viel gefragter Berater von Politik und Bildungsadministration: Direktor des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen. Er leitet u.a. als Vorsitzender den wissenschaftlichen Beirat des Kultusministeriums Baden-Württemberg, der die Qualitätsentwicklung des dortigen Schulsystems vorantreibt, und als Co-Direktor das LEAD Graduate School & Research Network. Ulrich Trautweins Forschungsinteresse gilt vor allem der Frage, wie man Bildungssysteme moderner und wirksamer gestalten kann. Eine spannende Stunde als Einstimmung fürs Wochenende oder auf der Fahrt in die Winterferien...

Vortrag vom 27. Oktober 2021, Dauer ca. 53 min.

Mittwoch, 9. März 2022

Das kindliche Hirn im digitalen Zeitalter

Die wissenschaftlichen Arbeiten des bekannten Ordinarius für Neuropsychologie an der Universität Zürich Prof. Dr. Lutz Jäncke zählen zu dem einen Prozent der am häufigsten zitierten Arbeiten weltweit. Lutz Jäncke forscht im Bereich der funktionellen Neuroanatomie; sein Fokus liegt dabei insbesondere auf der kortikalen Plastizität im Zusammenhang mit dem Lernen.

 
Im Vortrag vom 01.06.2021 (1:06:02 h) erklärt er, wie das Hirn von Kindern und Jugendlichen funktioniert und welche Konsequenzen sich daraus für das Lernen ergeben: Das Stirnhirn kontrolliert wichtige psychische Funktionen wie Aufmerksamkeit, Selbstdisziplin und das Arbeitsgedächtnis. Durch seine späte Reifung reifen auch diese psychischen Funktionen spät und erlangen erst nach der Pubertät den Funktionsumfang und die Funktionsgüte wie bei Erwachsenen. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das Lernen? Und wie begegnen wir der Herausforderung, dass Heranwachsende eher gefährdet sind, Süchte zu entwickeln?

Mittwoch, 2. März 2022

Spätfolgen von Frühgeburten

Die Kinder- und Jugendmedizinerin Prof. Dr. Bea Latal ist Extraordinaria für Entwicklungspädiatrie ad personam an der Universität Zürich und leitet die Abteilung Entwicklungspädiatrie am hiesigen Kinderspital. Sie hat sich auf Kinder mit Entwicklungsrisiken – Frühgeborene und Kinder mit einem schweren angeborenen Herzfehler – spezialisiert. Im Rahmen von Langzeitstudien beobachtet sie deren Entwicklung, untersucht eventuelle Auffälligkeiten und Spätfolgen und unterstützt sie dabei, ihre Lebensqualität zu verbessern.

Im Interview 06.10.2020 (26:24 min) erfahren Sie, wie sich Kinder nach extremer Frühgeburtlichkeit entwickeln und welche Möglichkeiten die Medizin bietet. Sie gibt zudem alltagsnahe Empfehlungen, was frühgeborene Kinder stärkt und wo sie Unterstützung benötigen.

Mittwoch, 23. Februar 2022

Der Medienalltag von Kindern

«Wenn wir den Medienumgang von Kindern verstehen wollen, müssen wir ihren gesamten Alltag in den Blick nehmen», so das Plädoyer des renommierten Medienpsychologen, Professor für Mediensozialisation und Medienkompetenz an der Universität Zürich und Leiter des Psychologischen Instituts der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Daniel Süss. «Denn sowohl Medienerfahrungen als auch direkte Erfahrungen können entwicklungsförderlich oder riskant sein.»


Die von ihm betreuten repräsentativen Studien zum Medienalltag der jungen Generation in der Schweiz (JAMES- und MIKE-Studien) liefern jeweils die empirische Basis für den – in der Gesellschaft oft kontrovers geführten – Diskurs über den «richtigen» Umgang mit Medien. Vortrag vom 01.09.2020 (59:49 min)

Montag, 17. Dezember 2018

Weshalb die Kinder in der Schule nicht alles wahrnehmen

Ich habe im Herbst auf einen Vortrag von Prof. Dr. Lutz Jäncke, Neuropsychologe der Universität Zürich, aufmerksam gemacht. Zusammengefasst lässt sich sagen: Nein, unser Hirn ist nicht sehr vernünftig. Und es blendet so ziemlich alles aus, was es ausblenden kann; soviel, dass es dann sich wieder ein Weltbild kreieren muss, damit wir nicht nur Bruchstücke sehen. Deshalb ist der Energiebedarf (gemessen an der Blutzufuhr) auch entsprechend hoch: weniger als 21%, wenn wir höchst konzentriert schwierigste Aufgaben lösen - immer noch 20%, wenn wir nichts tun und das Hirn dann ständig Welten und Bilder brechnet, die wir ausgeblendet haben.



Dass dem so ist, hat jedoch gute Gründe. Über verschiedene Rezeptoren wie Augen, Nase, Ohren, Haut, nimmt der Körper 11 000 000 bits/s auf. Das ist in der Tat sehr viel. 70% blednet das Hirn komplett aus. 30% nimmt es unterbewusst auf und gerade 50 bis maximal 60 bits/s werden bewusst wahrgenommen. Das sind gerade noch 0.00045% von all' dem, was um uns herum geschieht. Was Wunder, dass die Kinder in der Schule nicht immer alles mitbekommen; insbesondere wenn vorne einer spricht und die Kinder nicht selber involviert sind.

Den ganzen äusserst spannenden Vortrag habe ich in einer etwas älteren Version im Internet gefunden (oben zum anschauen, wenn einem der Weihnachtsblues packt) oder es gibt ihn auch als spannendes Buch zu lesen - natürlich etwas ausführlicher, als das in einer knappen Stunde mündlich geht: Lutz Jäncke: Ist das Hirn vernünftig? ISBN 978-3-456-85653-7 (328 Seiten)

Vom gleichen Autor:
Macht Musik schlau? Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der kognitiven Psychologie  (453 Seiten)
Lutz Jäncke: Die Welt im Kopf – 1 DVD Ein Vortrag darüber, wie mentale Prozesse unser Gehirn verändern, ca. 82 min

Frühere Artikel über Prof. Jäncke in diesem Blog:

Montag, 19. November 2018

Ist unser Hirn vernünftig?

Wir alle denken, dass wir als Mensch rationale Entscheidungen treffen. Unser Hirn fungiert dabei als eine Art Supercomputer, mit dessen Hilfe wir streng logisch das Für und Wider abwägen.
Doch wir täuschen uns.

In unserem westeuropäischen kulturellen Kontext werden wir in dem Glauben sozialisiert, dass der Mensch grundsätzlich vernünftig ist und logisch begründet, freie Entscheidungen treffen kann. Aber ist dies aus neurowissenschaftlicher Sicht überhaupt möglich? Im Rahmen seines Vortrages wird Prof. Jäncke aus der Perspektive der Neurowissenschaften erläutern, dass unser Gehirn ein hoch adaptives System ist, das sich an die unterschiedlichsten sozialen Gegebenheiten anpassen kann. Diese enorme Anpassungsfähigkeit führt allerdings zu interessanten Effekten, die im Alltag als Fehlwahrnehmungen, Illusionen, funktionelle Blindheiten und enormen Interpretationsphänomenen kenntlich werden. Daraus entfalten sich bemerkenswerte Konsequenzen für unseren privaten und beruflichen Alltag. Letztlich wird sich aus den dargestellten Befunden das Bild eines hochkomplexen und individuellen Individuums zeichnen, dass sich dynamisch an die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpasst.

Dienstag, 27. November 2018, 20:00-22:00
Gemeindesaal Männedorf, alte Landstrasse 250, 8708 Männedorf
SBB 730/S7: Männedorf (4 Minuten)
VZO 925/940: Zentrum Leue (1 Minute) 
Abendkasse Fr. 10.00

Frühere Artikel über Prof. Jäncke:

Montag, 5. November 2018

Fehlende Abgrenzung, nicht vorhandene Authentizität und psychischer Störungen

In unserer Gemeinde gibt es einen Bildungsverbund, in dem sämtliche öffentlichen und privaten Schulen, die Bibliothek, die Kunsteisbahn und die Nachhilfeanbieter zusammengschlossen sind. Die organisierten am letzten Donnerstag einen Vortrag durch den führenden Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Michael Winterhoff, denn ich schon länger kenne und als genauen Beobachter und pointierten Redner schätze.




Als Kinder- und Jugendpsychiater und Tiefenpsychologe ist Winterhoff seit über 30 Jahren mit der Diagnose und Behandlung psychischer Störungen von Kindern und Jugendlichen vertraut. Ursache der Entwicklung von narzisstischen Persönlichkeiten liegen seiner Erfahrung nach in der fehlenden Abgrenzung der Eltern und einer nicht vorhandenen Authentizität und einer übertriebenen Aufwertung des Kindes. Als psychodynamischen Hintergrund im klassischen sieht er den Wunsch eines Elternteiles, dass das Kind dem Ideal eines Partners entsprechen (oedipale-Konstellation) oder das selbst nicht erreichte Idealbild erfüllen soll. Oben eingeblendeter Vortrag ist aus Deutschland, wo es gemäss Winterhoff deutlich schlimmer sei, als hier in der Schweiz, wo wir noch rund zehn Jahre "hintendrein" seien.

Weiterführende Literatur

Montag, 29. Oktober 2018

Ist unser Hirn vernünftig?

Zu diesem spannenden Thema "Ist unser Hirn vernünftig?" hält Prof. Dr. Lutz Jäncke, Professor und Dozent an der Universität Zürich, Neuropsychologe, einen öffentlichen Vortrag am 27. November 2018.

Wir alle denken, dass wir als Mensch rationale Entscheidungen treffen. Unser Hirn fungiert dabei als eine Art Supercomputer, mit dessen Hilfe wir streng logisch das Für und Wider abwägen. Doch wir täuschen uns.

In unserem westeuropäischen kulturellen Kontext werden wir in dem Glauben sozialisiert, dass der Mensch grundsätzlich vernünftig ist und logisch begründet, freie Entscheidungen treffen kann. Aber ist dies aus neurowissenschaftlicher Sicht überhaupt möglich? Im Rahmen seines Vortrages wird Prof. Jäncke aus der Perspektive der Neurowissenschaften erläutern, dass unser Gehirn ein hoch adaptives System ist, das sich an die unterschiedlichsten sozialen Gegebenheiten anpassen kann. Diese enorme Anpassungsfähigkeit führt allerdings zu interessanten Effekten, die im Alltag als Fehlwahrnehmungen, Illusionen, funktionelle Blindheiten und enormen Interpretationsphänomenen kenntlich werden. Daraus entfalten sich bemerkenswerte Konsequenzen für unseren privaten und beruflichen Alltag. Letztlich wird sich aus den dargestellten Befunden das Bild eines hochkomplexen und individuellen Individuums zeichnen, dass sich dynamisch an die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpasst.

Notieren Sie sich den 27. November 2018 bereits heute in Ihrem Kalender! Wir freuen uns auf Sie! Tickets (Fr. 10.00) können ab anfangs Oktober auf der Schulverwaltung und in der Bibliothek zu den Öffnungszeiten oder direkt an der Abendkasse bezogen werden.

Der Vortrag findet im Gemeindesaal "Leuen", alte Landstrasse 250, 8708 Männedorf, statt.
Bahnhof Männedorf (Linie 730/S7 ca. 4min)
Busstation Zentrum Leue (Linien 925/940 ca. 1 min)

Montag, 15. Oktober 2018

Die Abschaffung der Kindheit

Noch einmal Dr. Michael Winterhoff. diesmal ein bisschen länger. Da gerade Herbstferien sind, kann man sich ja auch einmal ein Buch anhören: Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Oder: Die Abschaffung der Kindheit.



Das Buch kann man auch zum Lesen bestellen.


Weiterführende Literatur

Montag, 8. Oktober 2018

Mobiltelefone haben in der Schule nichts zu suchen

Wikimedia/Gütersloher Verlagshaus
Dr. Michael Winterhoff, Facharzt für Kinder- und Jugend-psychiatrie in Bonn, (siehe Beitrag von vorletzter Woche) sprach nicht nur in unserer Schulgemeinde, sondern vor kurzem auch bei ORF Radio Vorarlberg explizit über Schulen.

Winterhoff beklagt einige Tendenzen der letzten Jahre:
  • Abschaffung von Hausaufgaben, 
  • Abschaffung der Schreibschrift (Schnüerlischrift)
  • Verzicht auf notwendige Übungen.
Winterhoff sieht auch das Mobiltelefon als einen enormen Störfaktor an der Schule. Wenn Kinder in den Pausen in ihre Telefonwelt abtauchen, sei dies hochgefährlich. Die Natels seien auch deshalb hochgefährlich, weil sie das Säuglingsalter simulierten: „Ich kann jederzeit alles haben, in einer hohen Geschwindigkeit - alles außer Essen und Trinken." Mobiltelefone förderten die Regression. Deshalb müsse an den Schulen ein Bewusstsein geschaffen werden, wie gefährlich diese Geräte sind. Winterhoff sagt: „Sie machen die Menschen aggressiv, beunruhigen sie und wühlen sie auf."

Die Schüler würden dadurch auch nicht mehr am realen Leben teilnehmen. Damit würde das, was das Gehirn brauche, fehlen: nämlich die Reaktion der anderen Menschen, das Außen der Welt. In weiterer Folge zeigten immer mehr Heranwachsende Symptome, die einer allgemeinen Beziehungsunfähigkeit ähneln. „Sie weisen Defizite in grundlegenden sozialen Kompetenzen auf und scheitern immer häufiger an der Integration zunächst in den schulischen Klassenverband, später in das Arbeitsleben", so der Befund von Winterhoff.

In der knapp einstündigen Sendung von Radio Vorarlberg stellt der Kinder- und Jugendpsychiater die Jahre 1990 und 2017 einander gegenüber. 1990 hatte die Welt demnach noch Auszeiten für uns bereit. Nach der Arbeit war Schluss. Heute gebe es kein Maß mehr. Alle hätten plötzlich Laptops, Handys und Smartphones: alle Familienmitglieder würden in ihre Geräte reinrutschen und die Umwelt werde gar nicht mehr registriert.

Weiterführende Literatur

Montag, 7. August 2017

Keine Maus

Die Haselmaus ist keine Maus. Dies ist die Quintessenz aus dem Vortrag (siehe Beitrag von vor zwei Wochen zu den Kurzvorträgen) eines meiner Viertklässler. Leseverständnis ist für ihn sehr schwierig. Die Arbeit mit der Kinderzeitschrift kam ihm sehr entgegen. Er arbeitete zwei oder sogar drei Tage an der gleichen Doppelseite. Die Abschnitte waren kurz und ihr Anzahl sehr überschaubar. Zuerst las er Titel und Bildlegenden, studierte die Bilder. Das ist die klassische Arbeit am schwer verständlichen Text, wie ihn das Französischlehrmittel Envol den Kindern mit den clés magiques (Zauberschlüssel) vermittelt.



Zur Illustration dienen auch hier (von oben nach unten): die Farbstiftzeichnung, die Gedankenlandkarte und der erweiterte Steckbrief mit schönen Zeichnungen in den Marginalien. Zur Überprüfung des Lernfortschrittes der Zuhörer des Vortrages diente dieses elektronische Kreuzworträtsel auf Learningapps.


Auf die Zauberschlüssel ist ein Andermal zurückzukommen - insbesondere da das sie enthaltende Lehrmittel am auslaufen ist und im August in den 5. Klassen erstmals das Nachfolgebuch in den Einsatz kommt.

Montag, 17. Juli 2017

Ohne Wissen kein Können

Er ist heiss umstritten: der Lehrplan 21 und seine Kompetenzorientierung. Profoessor Dieter Rüttimann vom Institut Unterstrass gelingt es in seinem Vortrag zu kompetenzorientiertem Unterrichten in einfacher und anschaulicher Sprache das Wesentliche in wenigen Worten zusammenzufassen. Tausend Seiten zur Mathematik fasst er in etwa in fünf Worten zusammen, um die es während der elf Jahre Kindergarten und Volksschule geht.



Dabei beschränkt sich Rüttimann jedoch bei Weitem nicht nur auf den Lehrplan, sondern bettet ihn ein in den Unterricht, Unterrichtsmethoden, frühere und heutige Diskussionen über eine gute Schule und belegt seine Aussagen wo immer möglich mit wissenschaftlich erhobenen Zahlen - zum Teil auch höchst erstaunlichen!

[Hinweis für Leser aus Mittel- und Norddeutschland sowie Hinterarlberg: Der Vortrag ist auf Zürichdeutsch/Alemannisch.]

Montag, 8. Mai 2017

Beziehung statt Erziehung

Als Ergänzung zum Beitrag zur Vertrauenspädagogik vom vergangenen Montag, heute ein Gespräch mit Jesper Juul. Er vertritt den Ansatz: Erziehung ist kein Leistungssport, Kinder wollen Beziehung statt Erziehung.


Das Gespräch mit Jesper Juul führte Teresa Arrieta im Dezember 2013.

Bücher zum weiterlesen:



Montag, 13. Juli 2015

Wozu Reformpädagogik heute?

Dass Lernen faszinierend sein kann, erfuhr der deutsche Reformpädagoge Otto Herz in der evangelischen Gemeindejugend. Und dann auf der Odenwaldschule. Herz studiert nach dem Abitur Psychologie, Pädagogik, etwas Philosophie, etwas Theologie – in Hamburg und Konstanz.



Am 24. März 2015 sprach er zum Thema “Wozu Reformpädagogik heute?” und macht damit den Auftakt zu einer Serie längerer Beiträge zur Reformpädagogik während der Sommerferien.

Montag, 15. Juni 2015

Freiheit der Kinder

Ein spannendes Interview mit Gerald Hüther. Der deutsche Neurobiologe sprach am 25. Februar 2013 in Freiburg im Breisgau zum Thema „Die Freiheit ist ein Kind der Liebe".




Montag, 25. Mai 2015

Lieber einen Sommer auf der Alp als ein Leben lang auf Ritalin

Ausschnitte des Vortrages von Prof. Dr. Gerald Hüther zum Thema "Lieber einen Sommer auf der Alm als ein Leben lang auf Ritalin" im Rahmen der Vortragsreihe "Das Geheimnis des Gelingens".



Den Kompletten Vortrag auf DVD, sowie weitere Informationen zur "Edition Hüther" finden Sie unter: www.paedagogikfilme.de

Montag, 2. Februar 2015

Gestörte Kinder?

Der Titel ist zugegebenermassen provokativ. Prof. Hüther zeigt aber gegen Ende des Interviews auf, was heutigen Kindern helfen kann.



Montag, 16. Juni 2014

Arbeitsblätter halten Kinder dumm

Arbeitsblätter verteilen fördert schlechte Leistungen in der Schule. Der bekannte Hirnforscher Manfred Spitzer präsentiert die Resultate von Untersuchungen in Japan und den Vereinigten Staaten. Sie bestätigen, dass das, was in der Reformpädagogik schon lange gemacht wird, besser ist: Selber Aufgaben erfinden für sich und die Kameraden und sie dann selber lösen führt zu signigikant besseren Leistungen.



Ausserdem führt der Einsatz selber erstellter Aufgaben auch zu einer breiten Bandbreite binnendifferenzierter Aufgaben.

Zum ersten Teil des Vortrages.

Montag, 9. Juni 2014

Dumme Kinder - schlaue Kinder

Lernen findet immer statt, also nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause und in der Freizeit. Statistisch gesehen verbringen die Kinder mehr Zeit vor Bildschirmmedien, als in der Schule. Doch zuviel Bildschirmmedienkonsum macht Kinder nach wissenschaftlichen Studien dick, dumm und gewalttätig und führt eindeutig zu schlechteren Schulleistungen. In seinem spannenden Vortrag, dem Langzeituntersuchungen über mehrere Jahrzehnte zu Grunde liegen, kommt er zum Fazit: Bildschirmmedienkonsum (Fernsehen, Computer, Smartphone, u.a.m.) macht Kinder dumm, dick, gewalttätig und zu Rauchern.


Manfred Spitzer fasst in seinem Vortrag die Ergebnisse von mehr als 50 Studien in mehreren Ländern zusammen: Die Wahrscheinlichkeit, übergewichtig zu werden und dauerhaft zu bleiben, nimmt mit jeder zusätzlichen Stunde Fernsehkonsums zu, mit negativen gesundheitlichen Folgen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose.

Bildschirmmedienkonsum wirkt sich nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen auch negativ auf die geistige Verfassung aus und führe bei Kindern zu schlechten Noten, erläutert Spitzer in diesem Vortrag. "Dieser Effekt betrifft alle Fächer, ist nicht mit anderen Faktoren zu erklären und wirkt sich langfristig auf den erreichten Ausbildungsgrad aus." Kinder mit durchschnittlicher Intelligenz würden am stärksten negativ durch ihr Fernsehverhalten beeinflusst.

Montag, 23. Dezember 2013

Erfolgreich lernen in der Schule

Der weltweit bekannte Neurowissenschaftler Prof. Dr. Manfred Spitzer hält einem viel beachteten Vortrag über die Biologie des Lernens: Wie lernen Kinder? Wann ist welche Förderung am sinnvollsten? Die aktuelle Gehirnforschung gibt darauf neue, verblüffende Antworten und Spitzer erklärt diese neurowissenschaftlichen Abläufe einfach und anschaulich. So zeigt er, wie man das Lernen in den verschiedenen Entwicklungsphasen fördern kann.



Als Weihnachtsgeschenk ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Leiter der Psychiatrischen Uniklinik Ulm und Gründer des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen.