Posts mit dem Label Leistung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Leistung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 10. Dezember 2018

Wie gute Schulen funktionieren

Skandinavische Schulen gelten als besonders erfolgreich. Ein Film, von dem hier ein Ausschnitt zu sehen ist, zeigt auf, wie sich in Finnland und Schweden in der ganzen Gesellschaft ein Innovationsklima ausbreitet. Die Autoren sind stolz, dass 70% des Jahrgangs an die Universität wechselt. Diese Aussage ist aus meiner schweizerischen Sicht nichtssagend. Wie hoch sind die Eintrittshürden der Hochschulen? Wie ist die Berufsbildung in einem Land organisiert? Unser duales System mit rund 80% Berufslehre (nach Sekundar- oder Realschule) und 20% Studium (nach Gymnasium) funktioniert seit Jahren gut und führt zumindest in der Schweiz zu einem wesentlich höhreren Beschäftigungsgrad als etwa in Italien oder Frankreich, wo die Maturitätsquote um ein Mehrfaches höher ist.



Nichts desto trotz lohnt sich der Blick nach Skandinavien (wie auch an jede andere Schule, der etwas besonders gut gelingt). Kann man die Leistungsspitze stärken und zugleich das allgemeine Niveau heben? Geht das: Lust und Leistung Hand in Hand? Schulen in Skandinavien zeigen, es geht. Und es geht in Skandinavien gut. Sie zeigen den Weg für eine Schule in einer Wissen- und Ideengesellschaft. Wie weit sich die Rezepte aus dem Norden bei uns eins zu eins anwenden lassen und wo sie angepasst werden müssen, diese Diskussion müssen wir selber führen - zum Beispiel in der Kommentarspalte unten; und ausprobieren in unserem Schulzimmer.

Den ganzen Film auf Amazon bestellen.
Den ganzen Film beim Archiv der Zukunft bestellen.

Montag, 24. Juli 2017

Kurzvorträge: Dachs

Ich wollte von meinen Kindern Kurzvorträge hören. Da wir keine richtige Bibliothek im Schulhaus haben und es das erste Mal war, dass sie Vorträge vorbereiteten, brachte ich alte Jugendnaturschutzzeitschriften mit.

Der erste Auftrag war, anhand des Steckbriefes auf Seite zwei und einem A6-Notizblatt (Postkartenformat) innert 30 min einen Einminutenkürzestvortrag zu halten.


Dann, so dachte ich mir, würden die Kinder anhand der vier bis fünf Doppelseiten ein Cluster erstellen, sich mit dem Tier vertiefter befassen, selber einen Steckbrief schreiben und in der Folgewoche ein paar Minuten über das Tier frei erzählen.

Um die Zuhörer zum Zuhören zu animieren durften sie noch eine App auf Learningapps erstellen. Aus einer Woche wurde ein Monat, aber der Aufwand hat sich gelohnt:

Der Dachsvortrag eines Fünftklässlers war sprachlich auf sehr hohem Niveau. Das Kind, das sich sonst mündlich nur wenig beteiligt, zog alle sprachlichen Register und zeigte, was es kann. Inhaltlich hatte ich auch nichts auszusetzen. Zeigen kann man dies nicht; die schöne Dachszeichnung mag einem eine Ahnung davon geben.

Apps erstellte das Kind zwei, die eine als Kurzfassung des Vortrags für all' jene, welche den Vortrag nicht in der Schule hören konnten - also eine eigentliche Lern-App-, damit sie die Fragen in der zweiten App - die Überprüf-App - dann trotzdem beantworten könnten.

* ** *** ** *

Die Leistungen von Kindern einer separierenden Sonderschule, die in Regelklassen trotz Fördermassnahmen nicht beschulbar sind, können nicht eins zu eins mit denjenigen von Regelklassenkindern verglichen werden. Was ich für mich gelernt habe: Klare Vorgaben und Strukturen leiten die Kinder und geben ihnen Sicherheit. Das Gewähren der nötigen Zeit - auch wenn ich manchmal den Eindruck hatte, es gehe fast nicht vorwärts, lohnt sich und ermöglicht den Kindern zu entdecken, zu was sie alles fähig sind - hin bis zu freiwilligen "Hausaufgaben" in einer hausaufgabenfreien Schule.

Montag, 29. August 2016

Richtig Wörter lernen

Immer wieder müssen die Kinder in der Schule neue Wörter lernen: in der Muttersprache und im Fremdsprachunterricht. Oft sollten sie diese zu Hause üben. Welches Drama. Dabei können wir Lehrer den Eltern bei der Arbeit, die sie uns hier abnehmen etwas zur Hand gehen. Zum  Beispiel, indem wir diesen Kurzfilm mit ihnen teilen oder ihn ihnen sogar am Elternabend vorführen.



Ich kenne den Vater des kleinen Hasen persönlich und wende seine Lernstrategien seit manchen Jahren an. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Montag, 18. Mai 2015

Warum Schulen in Skandinavien gelingen

Wie kommt es, dass Schulen in Skandinavien so erfolgreich sind? Woran liegt es, dass sich in Finnland und Schweden in der ganzen Gesellschaft ein Innovationsklima ausbreitet? Kann man die Leistungsspitze stärken und zugleich das allgemeine Niveau heben? Geht das: Lust und Leistung Hand in Hand?

Schulen in Skandinavien zeigen, es geht. Und es geht gut. Sie zeigen den Weg für eine Schule in einer Wissen- und Ideengesellschaft. Ausschnitte aus der Dokumentation "Spitze - Schulen am Wendekreis der Pädagogik. Warum Schulen in Skandinavien gelingen" von Reinhard Kahl.



Montag, 28. Juli 2014

Kompetenzmodell erhöht Abiturquote und senkt Bildungsstand

Was genau sind eigentlich Kompetenzen, und wie verändern sie den Schulalltag? In Deutschland können Klausuren in einer bestimmten Anzahl durch Referate oder Präsentationen ersetzt werden. Durch dieses «erweiterte Spektrum des Leistungsnachweises» werde «eine größere Bandbreite der Kompetenzen gefördert», schreibt dazu etwa das Hessische Kultusministerium. Die Förderung hilft offenbar. Die Abiturquote in Deutschland steigt, und auch mit den Notendurchschnitten geht es aufwärts. Ob man das Gleiche über den Bildungsstand sagen kann, ist höchst umstritten.

Ein Beispiel aus Deutschland: Einem Gymnasiasten steht eine Mathematikprüfung bevor. Er macht jedoch lieber Sport. Er hat wegen des Sports auch schon einige Mathematikklausuren verpasst. Eine unangenehme Situation. Doch das kompetenzorientierte Bildungssystem bietet Hand. Denn es sieht die «Klausurersatzleistung» vor. Statt einer Prüfung kann der Schüler mit zweiwöchigem Vorlauf auch eine Präsentation zu einem mathematischen Thema abliefern, zum Beispiel zum Thema Vektoren. Schülerforen im Internet erweisen sich dabei als wahre Ideenschatztruhen für die jungen Präsentatoren. Mit der Präsentation löst der Schüler vielleicht keine mathematische Aufgabe, aber er stellt gemäß der Lehre des Kompetenzmodells seine Kompetenz unter Beweis, einen mathematischen Inhalt praktisch anwenden zu können.

Ein anderes Exempel: Auch Latein, jene Restbastion des humanistischen Bildungskanons, kann kompetenzorientiert unterrichtet und getestet werden. Und das geht zum Beispiel so: Eine lateinische Textpassage muss vom Schüler nicht mehr zwingend analysiert, verstanden und trefflich übersetzt werden. Er kann im Test einzelne Vokabeln unterstreichen und aufschreiben, welche Fremdwörter aus ihnen entstanden und in den deutschen Sprachschatz eingegangen sind.

(Auszug aus einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung; spannend auch die anschließende Diskussion)

Montag, 23. Dezember 2013

Erfolgreich lernen in der Schule

Der weltweit bekannte Neurowissenschaftler Prof. Dr. Manfred Spitzer hält einem viel beachteten Vortrag über die Biologie des Lernens: Wie lernen Kinder? Wann ist welche Förderung am sinnvollsten? Die aktuelle Gehirnforschung gibt darauf neue, verblüffende Antworten und Spitzer erklärt diese neurowissenschaftlichen Abläufe einfach und anschaulich. So zeigt er, wie man das Lernen in den verschiedenen Entwicklungsphasen fördern kann.



Als Weihnachtsgeschenk ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Leiter der Psychiatrischen Uniklinik Ulm und Gründer des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen.

Dienstag, 17. September 2013

Fördern durch Fordern

Große Anstrengungen führen zum Erfolg, sagt die Hamburger Klosterschule. Und nicht nur in den sogenannten Hauptfächern, sondern auch in Musik oder Zeichnen. Die Lehrer fordern von den Kindern gute Leistungen, die Erfolge können die Schüler einheimsen. Kleines Detail von der Schule, welche lehren und lernen ganzheitlich angeht: Auch das Putzen des Schulzimmers gehört in den Verantwortungsbereich der Kinder.

Letzteres hat übrigens auch eine große Schweizer Industriefirma in ihrem Bürotrakt eingeführt. Selbst der Direktor leert nun seinen Papierkorb selbst und gemäß seinen Aussagen habe sich der Umgang zwischen den Hierarchien dadurch merklich verbessert.