Schule - da ist ja jeder Fachmann. Meint man, weil ja jeder einmal ein paar Jährchen in die Schule ging. Und dann wird es ja auch nicht schwierig sein, als Journalist einmal so ein bisschen Schule zu geben?! Den folgenden Zufallsfund des NDR finde ich jedoch durchaus sehenswert. Der Fernsehmann geht äußerst behutsam und beobachtend vor. Außerdem bleibt die Führung bei den professionellen Lehrern; auch wenn er einmal punktuell unterrichtet, ist er nie alleine in der Klasse. Die Quintessenz leben wir alle Tage: Klare Regeln aufstellen und konsequent einfordern.
Für außenstehende Zuschauer ein unaufgeregter Beitrag über Schule heute. Das ist wohl das beste am Film. Nur schade, dass an dieser Schule mit Fachlehrern unterrichtet wird. So sind viele Ansätze modernen Unterrichts nicht wirklich möglich - man sieht auch nur Frontallektionen. Das ist per se nicht schlecht, aber gerade bei Kindern aus schwierigen Verhältnissen sind Bindung und Beziehung eine wichtige Lernvoraussetzung.
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Montag, 30. Mai 2016
Dienstag, 27. August 2013
Besser ohne 45-Minuten-Diktat
Die Klosterschule in Hamburg hat die 45-Minuten-Lektionen abgeschafft, um mehr Zeit und Musse fürs Arbeiten zu bekommen. Dies geht einher mit Unterrichtsmethoden, welche das Kind in den Mittelpunkt stellen. Und siehe: Die Kinder gehen gerne zur Schule, lieber als in andere, frühere Schulen. Dadurch sind sie motivierter, was sich wiederum positiv auf das Lernen auswirkt.
Ähnliches hat ein Kollege in einem kleinen Dorf in der Region Zürich getan, der in einem Pavillon am Rande des Schulareals unterrichtet. Kurzerhand hat er den elektrischen Kontakt der Schulglocke unterbrochen. Schon nach wenigen Wochen haben sich die Kinder vom 45-Minuten-Rhythmus gelöst und konzentrierter gearbeitet. Die Pausen finden nach Bedarf statt: manchmal schon nach einer halben Stunde, manchmal erst nach zwei...
Ausserdem im Filmbeitrag: Vom Erfolg der Lesestunde. Auch das nichts Neues, aber leider viel zu wenig verbreitetes. Bereits vor Jahrzehnten z.B. in St. Michael, Zug eingeführt, indem morgens jeweils zwei 45-Minuten-Lektionen zu einer 80-Minuten-Lektion zusammengezogen wurden, wodurch die Zeit für die Lesestunde gewonnen werden konnte.
Ähnliches hat ein Kollege in einem kleinen Dorf in der Region Zürich getan, der in einem Pavillon am Rande des Schulareals unterrichtet. Kurzerhand hat er den elektrischen Kontakt der Schulglocke unterbrochen. Schon nach wenigen Wochen haben sich die Kinder vom 45-Minuten-Rhythmus gelöst und konzentrierter gearbeitet. Die Pausen finden nach Bedarf statt: manchmal schon nach einer halben Stunde, manchmal erst nach zwei...
Ausserdem im Filmbeitrag: Vom Erfolg der Lesestunde. Auch das nichts Neues, aber leider viel zu wenig verbreitetes. Bereits vor Jahrzehnten z.B. in St. Michael, Zug eingeführt, indem morgens jeweils zwei 45-Minuten-Lektionen zu einer 80-Minuten-Lektion zusammengezogen wurden, wodurch die Zeit für die Lesestunde gewonnen werden konnte.
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