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Mittwoch, 18. März 2026

Wie KI die Schule zerstört

Unter dem Titel Es braucht klare Regeln statt naiven Optimismus schrieb Giorgio Scherrer am Dienstag einen äusserst lesenswerten Kommentar in der Neuen Zürcher Zeitung, nachdem bereits am Montag ein längerer Hintergrundartikel zum Thema KI in der Schule erschienen ist. Kurz zusammengefasst geht es um folgendes: An Schulen überall im Land spielt sich gerade ein seltsames Theater ab. Gemäss NZZ geht es so: Der Lehrer, etwa an einem Gymnasium, gibt den Schülern ein Aufgabenblatt, das er mit KI generiert hat. Die Gymnasiasten lösen es mit KI, oftmals direkt im Klassenzimmer, an den dort mittlerweile omnipräsenten Tablets. Und dann gehen alle zusammen die Antworten durch. Die Jugendlichen lesen vor und sagen dabei stets dasselbe, einer nach dem anderen. Der Lehrer muss nichts korrigieren, nie eingreifen – es ist ja alles korrekt. Und so steht er bloss vorne und nickt. Ein Theater, von dem alle wissen – und vor dem doch zu viele die Augen verschliessen: Schule als inhaltsleeres Theaterstück, zu dem die KI das Skript geschrieben hat. 

Sogenannte «künstliche Intelligenz», also von Algorithmen generierte Antorten hat zwar nur eine Trefferquote von 55% oder anders herum formuliert sind 45% falsch, doch neunzig Prozent der Schweizer Mittelschüler nutzen sie mittlerweile und geben automatisch generierte Inhalte als eigene Texte, Prüfungen oder Vorträge aus. Dies ergab eine Befragung bei 9000 Jugendlichen durch die Universität Zürich. 

Und die Schulen? Dreizehn Prozent von uns Lehrern nutzt Algorithmen auf eine Art, die dem Lernen zuträglich ist und nur eine von fünf Schulen hat Regeln für den Umgang mit der Technologie. Kulturpessimismus sagen: Alles ist ohnehin verloren. Diese Fraktion ignoriert das Phänomen grösstenteils. Naive Tech-Optimisten sprechen gern luftig von «Chancen» und «Möglichkeiten» und fabulieren von den Verlockungen des virtuellen Klassenzimmers. Sie kleiden schlechte Nachrichten gern in wohlmeinende Worthülsen – bis alle beruhigt und keine Probleme gelöst sind. 

Beide Ansätze bringen niemanden weiter. Schulen müssen – gemeinsam mit Eltern, Lehrpersonen und Jugendlichen – klare Regeln für den Umgang mit Algorithmen definieren. Und zwar möglichst sofort. Gefragt sind gemäss der NZZ bindende Vorgaben, nicht vage Absichtserklärungen, für Schüler und Lehrer:
  • Algorithmen (KI) soll Lernassistenz, nicht Schummelcompagnon sein. 
  • Tech-Firmen müssen schleunigst technischen Möglichkeiten schaffen, damit Schulen den Gebrauch ihrer Werkzeuge sinnvoll einschränken oder gezielt ermöglichen können.
  • Es braucht eine Stärkung der analogen Unterrichtssphären, in denen das Denken und das Lernen ohne KI im Zentrum stehen. 
  • Mindestens die Hälfte der Zeit im Klassenzimmer sollte ganz ohne elektronische Geräte stattfinden. 
Solch deutliche und regulierende Worte in den Spalten der freisinnigen NZZ mögen auf den ersten Blick überraschen. Aber in diesem Punkt hat sie recht: Das Diskutieren und Erarbeiten von Wissen, gemeinsam, von Angesicht zu Angesicht, ist am Ende das Wertvollste, was die Schule bietet. Das darf nicht kampflos aufgegeben werden. (Quelle: NZZ, 17.3.2026, gekürzt)

Samstag, 25. Oktober 2025

Schule muss langsamer werden

Die Welt verändert sich gerade radikal. Sollte sich die Schule auch radikal verändern? Auf diese Frage antwortete Erziehungswissenschaftler Prof. Roland Reichenbach kürzlich in einem Interview:

Im Gegenteil, wenn alles schneller wird, sollte die Schule langsamer werden. Lesen, schreiben und rechnen lernen benötigen Zeit und Übung. Ich jogge zum Beispiel nicht gern, und wenn es eine KI gäbe, die mir das abnehmen könnte, würde ich sie machen lassen. Aber das geht eben nicht. Üben ist mühsam. Das wird sich nie ändern. Schon Hannah Arendt schrieb, dass Bildung ein konservatives Geschäft sei. Und zwar konservativ im Sinne von konservieren. Man sollte das, was sich bewährt hat, bewahren und weitergeben. Im Übrigen hat man der Schule schon immer vorgeworfen, sie sei träge.

Obwohl: Die Digitalisierung hat die Schule längst erreicht. Das Problem ist, dass das Neue einen prinzipiell guten Ruf hat. Von dieser Neomanie ist auch die Schule geprägt. Neu ist besser, während das Alte verpönt ist. Natürlich kann sich die Schule nicht von den digitalen Medien lösen, und es wäre auch dumm, das zu fordern. Aber sie kann sich von ihrer Dominanz lösen. Also von ihrer Selbstverständlichkeit und Aufdringlichkeit. Dass wir immer und überall vor diesen Bildschirmen sitzen, ist erbärmlich, da muss die Schule nicht auch noch mitmachen. Das Problem ist, dass die digitalen Medien uns ablenken. Es sind nicht die Medien an sich, es ist die Zeit, die man verschwendet, ohne damit den Menschen zu stärken. Mit Lernen hat dieses schnelle Sich-ins-Bild-Setzen nichts zu tun. Es hat mit Üben nichts zu tun. Es hat nichts mit Verfeinerung des Denkens oder des Urteilens zu tun. Deshalb ist weniger Digitalität sicher mehr.

Sonntag, 22. September 2024

Wortschatztraining am Computer (DisDonc 5, Unité 1)

Die Fünftklässler haben zwei neue Schulfächer: Medien und Informatik sowie Französisch: eine neue Sprache lernen!

Dass "Sprache" von "sprechen" kommt und man dazu Wörter, ja einen ganzen Wortschatz, braucht, wissen sie schon aus der dritten und vierten Klasse aus dem Englischunterricht. Und auch wie man Wörter üben kann.

Wörter übt man natürlich auch im Unterricht mit kleinen Spielen, mündlichen Übungen, Dominos, Legekärtchen, dem schlauen Schacht und zwischendurch auch einmal am Computer. Hier ein paar spielerische Übungsformen für das in der Schweiz gängige Lehrmittel DisDonc. Erster Teil: DisDonc 5, Unité 1.

Da ich im Moment nicht an einer Regelklasse unterrichte, mag man die eine oder andere Übung vermissen. Sollte jemand noch andere Learningapps (von Kollegen) kennen, nehme ich die gerne in diese öffentliche Sammlung auf - für Unité 1 oder spätere Unités.

Wer nicht warten mag,bis ich alle meine Apps auf französisch veröffentlicht habe,findet sie in diesem Ordner. Man muss ein wenig suchen, da ich sie nach unseren Lehrmitteln sortiert habe; die Themen bleiben jedoch in den meisten Büchern etwa die gleichen.


Mehr zu Französisch in der 5. Klasse / 1. Lernjahr
Interaktive Übungen zu DisDonc 6: https://learningapps.org/user/eruedin?displayfolder=1322548 da müsste noch jemand mithelfen
Interaktive Übungen Französisch allgemein: https://moderne-schulen.blogspot.ch/p/francais-franzosisch.html

Mehr zu Englisch in der Primarschule

Mehr zu Wörter lernen

Donnerstag, 23. Februar 2023

Mit künstlicher Intelligenz spielen

Seit einigen Monaten geht ein Gespenst um: Künstliche Intelligenz (KI), welche die Hausaufgaben der Kinder erledigen könnte. «Sprach-KI wird in der Arbeitswelt ein relevantes Werkzeug werden. Also sollte man in der Schule lernen, kritisch damit umzugehen», sind Fachleute wie Didaktikdozent Philippe Wampfler überzeugt.

Ein Beispiel aus der Anwendung von ChatGPT in der Schule: Ein Junge hat «sexy» ins Bildgenerierungsprogramm eingegeben. Die 10jährige Nea fragt: «Warum kommen da nur Bilder von Frauen?» Der Klassenlehrer Nils Landolt erklärt: «Weil es im Internet vor allem diese Art Bilder gibt mit dem Stichwort.» – «Warum denn?», fragt Nea. Landolt zögert. Er versucht zu erklären, dass online ein einseitiger männlicher Blick auf Frauen besonders präsent ist. Eine andere Lernbegleiterin mischt sich ein: «Wenn wir hier herumfragen würden, würde jeder ‹sexy› für sich selbst anders definieren. Aber die KI lernt das eben aus dem Internet.» Eine Lernsituation wie aus dem Bilderbuch. Das Thema sexistische Verzerrung in der KI ist angekommen.

Landolt glaubt daran, dass der spielerische Umgang mit der neuen Technik die beste Vorbereitung für Kinder ist. Sein Leitspruch ist: «Wollen wir in der Schule mittelmässige Roboter produzieren oder tolle Menschen?»

 

Eine Kinderbuch mit künstlicher Intelligenz schreiben

Derweil probiert die zehnjährige Nea das Delegieren an die KI aus. Mit mässigem Erfolg. Nea will, dass ihr die KI dabei hilft, ein Kinderbuch zu schreiben. Es soll um einen Strassenhund gehen. Chat-GPT soll ihn beschreiben. Nea gibt ins Feld ein: «Buddy ist bäsch und zotlig.» Chat-GPT: «Es tut mir leid, aber ich kann Ihnen ohne weitere Informationen leider nicht sagen, wer Buddy ist oder wie er aussieht. Es wäre hilfreich, wenn Sie mir mehr Informationen über Buddy geben könnten, damit ich Ihnen besser helfen kann.»

Nea: «Buddy ist ein hund b kurze zotige.» Chat-GPT: «Oh, ich verstehe. Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht besser helfen konnte. Wenn Sie mir mehr Informationen über Buddy geben, werde ich mein Bestes tun, um Ihnen zu helfen.»

«Buddy ist ein Hund mit kurzen zottligen Haaren, die braun sind», gibt Nea mithilfe der Lernbegleiterin ein. Chat-GPT antwortet umgehend: «Danke für die weiteren Informationen über Buddy. Es hört sich so an, als ob er ein netter Hund sein könnte mit seinen kurzen, zotteligen Haaren, die braun sind. Könnten Sie mir noch mehr über Buddy erzählen, wie zum Beispiel, wie er ist oder was er gerne macht? Ich würde gerne mehr über ihn erfahren.» Nea lacht und seufzt: «Ich glaub, ich schreib selber.»

 

Künstliche Intelligenz füttern ist schwierig

Auch die Illustrationsfähigkeiten der KI haben Nea enttäuscht. Der künstlichen Intelligenz Anleitungen zu geben, die genau das erwünschte Ergebnis bringen, ist eine Kunst für sich. Es braucht viel Wissen um den Kontext, aus dem die KI kommt, um die richtigen Schlagworte zu finden. Für Kinder einfacher klappt es mit der urheberrechtlich bedenklichen Google-Bildersuche. Dort findet Nea Bilder von Hunden. Als sie ein Bild sucht, das das Gefährt des bösen Hundefängers zeigt, kommt dann auch Google an seine Grenzen. Da bittet Nea ihren Mitschüler Gabriel, der neben ihr ins Zeichnen versunken am Tisch sitzt, um Hilfe und fragt, ob er den Hundefänger für sie zeichnen könne.

Eine beruhigende Einsicht: Nea lässt sich keine Ideen aufdrängen. Sie hat ihre eigene Geschichte im Kopf. Wenn ihr der Computer andere Dinge vorschlägt, dann findet sie Wege, sich zu wehren. Die Zeichnung ihres Schulfreundes ist nicht so perfekt wie jene aus dem Computer: Aber sie entspricht dem, was er und Nea ausdrücken wollen. 

 

Allen Unkenrufen zum Trotz: Ob KI wie ChatGPT eine Gefahr für die Schule wird oder nicht, ist in erster Linie auch eine Frage, was wir den Kindern für Aufgaben stellen, wie wir Fragen formulieren. Im umfangreichen Artikel der NZZ, aus dem diese Beispiele zitiert sind, zeigt diesbezüglich Wege auf. Doch das ist keineswegs neu. Vor ein paar Jahren haben findige Schüler angefangen,Wikipedia-Artikel als eigene Vorträge abzugeben...

Donnerstag, 26. Januar 2023

[i:] like 'viel' in German - Hörübungen im Sprachunterricht

Sprechen und hören sind die wohl wichtigsten Bestandteile einer Sprache. Das ist auch derGrund, weshalb Phonetik in den ersten Klassen im Leseunterricht (oder als Vorbereitung dazu) Einzug gehalten hat. Die Laute, wie es tönt, ist leider nicht immer deckungsgleich, wie die Buchstaben - sowohl auf deutsch, als auch auf englisch oder französisch.

Angeregt von einer Übung im Arbeitsheft von Young World (Band 3, 5.Klasse,von Klett+Balmer Verlag) entstand diese kleine Hörübung zum Laut [i:]. Die Kinder können das Wort lesen oder mit dem Mauszeiger auf (i) zeigen und sich das Wort anhören. So sollte es keine Missverständnisse (ich habe gedacht, das sage man so...) geben.

https://learningapps.org/28669175 

Donnerstag, 19. Januar 2023

Wintersport in allen Sprachen

Wortschatz üben auf die spielerische Art und Weise, zum Beispiel mit einem Würfelspiel, einem Domino; je nach Ausstattung der Schule LÜK, Minilük, Logico oder Profax, ... und natürlich auch am Computer. Die folgenden elektronischen Übungen haben Kinder meiner Klasse im Rahmen des Fachs Medien und Informatik erstellt. Ich habe die Rechtschreibung überprüft und sie dann freigeschaltet.

Zuerst einmal auf deutsch: https://learningapps.org/28560486

Und dann noch auf französisch: 

Pferderennen https://learningapps.org/28562192

Suchsel https://learningapps.org/28560817


Wer nicht warten mag,bis ich alle meine Apps auf französisch veröffentlicht habe,findet sie in diesem Ordner. Man muss ein wenig suchen, da ich sie nach unseren Lehrmitteln sortiert habe; die Themen bleiben jedoch in den meisten Büchern etwa die gleichen.

Freitag, 21. Oktober 2022

Halloween'scher Wortschatz für Englisch in den ersten Jahren

Bei uns in der Schweiz wird gerade diskutiert, ob Halloween zum "einheimischen Brauchtum" wie Fasnacht oder Gansabhauet gehört, bei welchem Gesichtsverhüllung erlaubt ist, während es sonst unter Androhung von Busse verboten ist (im Rahmen eines Gesetzes, das sich eigentlich gegen das Tragen der Burka im öffentlichen Raum wendet).

Wie dem auch sei: Neben dem traditionellen Räbeliechtliumzug hat Halloween bei vielen Kindern, vor allem auch nach der Abschaffung des Schulsilvesters, an dem immer auch Streiche dazugehörten, einen gewissen Stellenwert bekommen. Da aus dem anglophonen Raum stammend, eignet sich das gut, den englischen Wortschatz etwas zu erweitern, sei es auf traditionelle Art und Weise, sei es im elektronischen Raum.

Die folgenden Materialien habe ich bei Kolleginnen gefunden und sprechen mit auch von der Gestaltung her sehr an. Dominos, Bingos, Würfelspiel, Klammerkarten, Rätsel- und Schreibblätter, sowie interaktive Lese- und Hörübungen kann man gut in einer Werkstatt, als Stationen oder auf einer Lerntheke anbieten.

Interatkiv eigenen sich die folgenden Übungen (aus meiner Küche):

Oder direkt zum ausprobieren hier im Artikel eingebunden:

Wer mit dem Englischbuch Young World von Klett arbeitet, findet im zweiten Band (Young World 2, zweites Lernjahr, meist 4. Klasse) ein Kapitel im Anhang des Buches zu Halloween (sowohl in der bisherigen Ausgabe, wie auch in der neuen).

Mittwoch, 12. Oktober 2022

School things - Fremdsprachliche Wörter lernen im Anfangsunterricht.

Passend zu den wunderschönen Klammerkarten von Frau Rembold zu den School Things habe ich drei Learningapps erstellt, bei denen - gleich wie bei den Klammerkarten - der Wortschatz schrittweise aufgebaut wird. 

Da einige meiner Kinder auch in der 3. Klasse noch mühsam buchstabieren, kann man sich alles anhören. Wer lieber liest, zeigt mit dem Mauszeiger auf das kleine i im Kreis und kann dort das Wort auch lesen.

Hier sind die Verknüpfungen zu den interaktiven Übungen:

Und hier kann man direkt ausprobieren:

 

Wer learningapps.org kennt, kann bei den Verknüpfungen natürlich die Buchstaben view weglassen und hat dann Zugriff auf mehr Funktionen. Für die Kinder ist es aber einfacher, wenn sie nur die Übung am Bildschirm haben und diese dafür gross.

Freitag, 3. September 2021

Lepion und andere Leseportale im Vergleich

Lepion ist ein Buchportal für Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse. Die Kinder wählen eigenständig Buchtitel aus, die sie bereits gelesen haben oder noch lesen möchten. Nach dem Lesen beantworten sie dann mit Hilfe von Antolin Fragen zum jeweiligen Buch. Wir Lehrer können die erbrachte Leistung im Portal einsehen. Auf diese Weise fördert Lepion das Lesen und motiviert die Kinder, sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinanderzusetzen. Haben Sie beim Lesen dieser Zeilen an Antolin aus dem Westermannverlag gedacht? In der Tat sind Antolin und Lepion vergleichbare Angebote. Antolin ist etwas frischer aufgemacht, weniger textlastig. Lepion ist dafür kostenlos. 

Der grösste Unterschied zwischen den beiden Leseportalen ist die Menge verfügbarer Bücher. Bei Lepion sind rund 10 000 Bücher erfasst, bei der Konkurrenz sind es zehn Mal mehr. Bei beiden kann ich fehlende Bücher selber erfassen, so dann das System auch will. Bei Antolin kämpfe ich seit einer Woche mit Hilfe des Supports. Da ich Kunde des Verlags bin, ist meine e-Mail-Adresse irgendwo hinterlegt, weshalb ich mich nicht registrieren kann. Aber das Passwort zurücksetzen geht auch nicht, da es noch kein Konto mit meiner e-Mail-Adresse gibt. Bei Lepion war bestand dieses Problem nicht. 

Vergleich Leseportale


Lepion Antolin
Anzahl Bücher (ca.)
10 000
100 000
Bücher selber erfassen
ja
 ja
Anzahl Fragen
8-12
 10-15
Zeit
15 min
19 min
Frage richtig beantwortet
10 Pluspunkte pro Frage
1 Pluspunkt pro Frage
Frage falsch beantwortet
0
 Minuspunkte
Anzahl Fragen aufs Mal am Bildschirm
alle
eine aufs Mal
Rückmeldung
am Schluss des Quiz
nach jeder Frage
Kosten
Spende
 Jahresgebühr
für Schulen
ja
 ja
für Bibliotheken
ja
 ja
für Privatpersonen (Familien)
ja
 nein
Trägerschaft
privat (Stephan Dreisbach, Schulleiter)
 privat (Westermann Bildungsmedien Verlag GmbH)
Verbreitung
Nordrhein, Westfalen, Bayern, deutschsprachiger Raum
 deutschsprachiger Raum
Auswertung/Statistsik für Lehrer
ja
 ja
Liste aller Bücher verfügbar
ja (pdf)
 ja (csv)

Mittlerweilen sind in vielen Gemeinden und Schulbibliotheken die ausgewählten Bücher mit einem Kleber versehen. Arbeitet die Schule der entsprechenden Gemeinde mit Lepion, so ist es ein Lepionkleber. Arbeitet die Schule der entsprechenden Gemeinde  mit Antolin, so ist es ein Antolinkleber. So sieht das Kind auf den ersten Blick, dass es, wenn es dieses Buch ausleiht, nachher auch auf der Leseplattform Punkte sammeln kann. Bei Lepion können die Kinder auch gezielt nach Büchern suchen, die in ihrer (Schul-)Bibliohtek sind.

Die Lesefertigkeit ist mit vielen intellektuellen Fähigkeiten verbunden. Sie beeinflusst die Entwicklung des Vorstellungsvermögens, der Fantasie, der Sprach- und Ausdrucksweise und ist Grundlage für die Erfahrung, wie bereichernd und spannend Lesen sein kann. Diese Fähigkeiten und Erfahrungen zu entwickeln, zu fördern und zu schützen ist das Ziel von Antolin.

Fazit: Es zeigt sich einmal mehr, dass Antolin durch seine schiere Grösse einen grossen Vorteil hat: Es ist quasi jedes Jugendbuch mit einem Quiz vorhanden. Umgekehrt ist die Mitarbeit und die Eingabe eigener Bücher bei Lepion einfacher (ich stütze mich da auf Erfahrung bei Lepion und das Handbuch von Antolin). Da stellt sich dann die Frage, ob ich in meiner Freizeit lieber Lesequiz für eine gewinnorientierte Firma oder ein nichtkommerzielles Projekt eingebe. Lepion ist mir sehr sympathisch. Aber die Seite könnte durchaus etwas aufgefrischt werden; einige weniger wichtige Texte in den Hintergrund verbannt und die ganze Bildschirmbreite gebraucht werden. Für die Kinder spielt das wohl weniger eine Rolle. Sie lernen in der Schule eines der beiden Portale kennen und nutzen. Ein drittes Portal (LeseLilli) hat sein Angebot eingestellt.

Was sind deine Erfahrungen?

Dienstag, 9. März 2021

Wenn der Hahn auf Englisch kräht

Bei uns in der Schweiz wird es jedem Kind spätestens im Laufe der ersten oder zweiten Klasse klar, dass Tiere nicht überall auf der Welt gleich sprechen. Während der Hahn auf dem Bauernhof "güggerügü" ruft, kräht er im Schulbuch auf Schriftdeutsch "kikeriki". 

In unserem Englischbuch hat es im 3. Lernjahr (5. Klasse) eine Übung, bei der einerseits die Tiernamen repetiert werden und dazu die Tierrufe auf deutsch, französisch und englisch verglichen werden. Da dazu nur schnell eine Tabelle ausfüllen etwas öde  ist, haben wir am nächsten Tag das noch ein bisschen trainiert: mit einem Logico (Bild zu Text), zwei Übungen am Computer (Text lesen zu Bild und Text hören zu Bild), ein Tier zeichnen mit einer Sprechblase, ein Kreuzworträtsel aus dem Schulbuch (laminiert zum Abwaschen), ... 

In einer grösseren Klasse könnte man das die Hälfte der Kinder parallel zu einer geführten Einheit tun lassen oder in den Wochenplan einbauen.


Die Computerübungen spielten wir dann zu guter Letzt noch gegeneinander (das geht, wenn sie über die gleiche Antenne oder den gleichen Switch am Netz angeschlossen sind) gespielt. Für die Kinder war das schon fast wie zu Hause... Spielifizierung (oder auf englisch Gamification) nennt man das in der Fachsprache. Immer möchte ich das nicht, aber zwischendurch - weshalb nicht?

Oder hier die Verknüfungen: https://learningapps.org/18122435 / https://learningapps.org/18122333

Das passt wohl zu jedem Englischbuch, in welchem "Tiere" behandelt werden und sowieso zu lehrbuchunabhängigem Unterricht. Bei YoungWorld von Klett zu Band 3, unit 6.

Montag, 22. Februar 2021

Bleistiftphopie kurieren

 

Was tut man mit einem Kind, das am Bleistift scheitert? Nennen wir es E. Immer, wenn es etwas notieren sollte, ist es erschöpft, kann nicht mehr, mag nicht mehr, erschlafft. Manchmal habe ich Zeit und wandle die Aufgaben in Lernschpiele um: Legekarten, Dominos, Logicos, LÜKs, Klammerkarten oder ich tippe alles schnell in eine passende Schablone von leraningapps.org. Zum Beispiel die Hunderterdifferenzen (bei uns im Drittklassbuch):

Die konnte E. schnell und fehlerfrei - aber nur nicht ins Heft ...

Montag, 18. Januar 2021

Schwierige Mehrzahlformen

Kakteen
Ich habe eine ganze Sammlung an Grammatikübungen, sortiert nach Themen. Ausgangslage war für mich die Kartei des Lehrmittels "Linda-Klasse" (leider im Moment vergriffen), ergänzt durch manches aus dem Netz, etwa von Frau Wegerer, Frau Rembold, Frau Eidenberger oder Frau Busch

Dann und wann ergänze ich das noch durch eine Übung am PC. Ich bin mir nicht so sicher, wie nachhaltig das ist, aber zur Motivation zwischendurch ...

Das ist ziemlich (!) schwierig! Diese Pluralformen sind zugegebenermassen gesucht, aber es soll ja auch Herausforderungen für die Besten (und uns) geben.

Direkte Veknüpfungen: https://learningapps.org/16061370 und Vollbild: https://learningapps.org/view16061370

Montag, 4. Januar 2021

Dreikönigstag (Textverständnis)

Ich erzähle (und die Kinder hören zu). Die Kinder lesen (und verstehen es). Zum Lese- und Hörverständnis sollten sie mir dann eine Anzahl Fragen zum Text notieren mit dazupassend je einer und drei falscher Antworten. Das ist das Resultat:

Direkte Verknüpfung: https://learningapps.org/16347757

Vollbild: https://learningapps.org/view16347757

Montag, 31. August 2020

Mit der Schule in den Wald und den Wald in die Schule bringen


Anfangs Schuljahr unternehmen wir jeweils einen Sternmarsch in ein nahegelegenes Bachtobel. Je nach Altersstufe ist der Weg natürlich eher ein Spaziergang oder eine mittlere Wanderung. Spätestens um Mittag treffen alle am gleichen Ort ein, wo es Würste und ein reichhaltiges Salatbuffett gibt. Für die Kinder ist dies oft das erste Mal, dass sie mit Kindern anderer Klassen in Kontakt treten.

Dieses Jahr habe ich diesen Ausflug in den Wald zum Anlass genommen, im Sachunterricht den Wald etwas zu vertiefen. Als Grundlage dient mit eine uralte Wekstatt aus dem damaligen Verlag der Elementarlehrerkonferenz, ergänzt durch allerlei Trouvaillen aus dem Internet. Vergleichebare Unterrichtseinheiten sind zum Beispiel "Werkstattunterricht Wald 3./4. Klasse von Schubi", "Themenheft Wald von BVK" oder wenn man auch nur ein kleines Wäldchen in der Nähe hat "Den Wald erleben und erforschen: … im (fast) papierfreien Projektunterrich vom Verlag an der Ruhr". 

Für den Büchertisch habe ich unter anderem zwei Klassiker von Irmgard Lucht mitgebracht: Die Baum-Uhr und Die Wald-Uhr. Aus vier Illustrationen habe ich kleine Lernprogramm für den Computer erstellt.

Das obenstehende Lernprogramm kann auch mit dieser Verknüpfung aufgerufen werden:  https://learningapps.org/13785228

Dies sind die drei anderen:

https://learningapps.org/13785354

https://learningapps.org/13785445

https://learningapps.org/13785601

Ich hoffe, sie finden im einen oder anderen Schulzimmer Anklang und helfen den Kindern, sich Tiere, Bäume und Früchte besser zu merken.

Bevor hier die grosse Urheberrechtsdebatte in der Kommentarspalte losgetreten wird: Für Unterrichtszwecke dürfen wir Ausschnitte aus Werken verwenden und ich nehme an, dass Ihr die Bücher von Irmgard Lucht ebenfalls anschafft oder in der Bibliothek ausleiht, wenn ihr mit den Kindern über den Wald sprecht; die kindgerechten und naturalistischen Illustrationen drängen sich geradezu auf. Dann ist ja ein Exemplar des Buches vorhanden.

Mittwoch, 8. April 2020

Ostern für Erstleser

Vorgestern habe ich meine Osterwörter-App geteilt. Für Unterstufenkinder ist die etwas gar Textlastig. Das folgende Beispiel ist nicht von mir; ich fand es auf learningapps.org. Für alle Erst- und Zweitklässler, die morgen Donnerstag noch Schule haben (oder denen es zu Hause langweilig* ist):



Und unter dieser Adresse kann man das Buchstabenrätsel jederzeit wieder aufrufen: https://learningapps.org/1450412



* https://www.schlaumeier.online ist auch in den Osterferien jeden Tag um 9.00 Von Montag bis Freitag, incl. Karfreitag und Ostermontag.

Montag, 6. April 2020

Osterwörter - und was sie bedeuten

Für das Fach Religion und Kultur per Fernunterricht suchte ich nach etwas zu Ostern. Ich fand eine App bei learningapps.org, aber für meine Ansprüche war die mit einer Hand voll Worten viel zu klein. Die Kinder sollen je etwas lernen und nicht rasch drei Minuten etwas klicken. Also habe ich sie erweitert.



Wer die Verknüpfung behalten will: Hier ist sie: https://learningapps.org/10117639

Montag, 30. März 2020

Rückbezügliche Verben auf französisch

Gegen Ende der Primarschule wird der Französischunterricht langsam anspruchsvoll. Da kann man sich nicht mehr nur mit Parallelwörtern durchmogeln. Aber selbst in der 6. Klasse...

Die beiden folgenden Übungen (zuerst lesen / Bild zuordnen, dann hören / Bild zuordnen) passen zu jedem Französisch-Lehrmittel. Wer noch mit Envol arbeitet, kann sie im Band 6 auf den Seiten 64, resp. 65 einsetzen. Bei anderen Französischbüchern wie Dis-Donc u.v.a.m. muss man die Seiten selber heraussuchen.





Die vorkommenden Verben - viele sind Parallelwörter - sind: se laver, se lever, se coucher, se maquiller, se doucher, se parfumer, s'habiller, se réveiller, se coiffer, se raseer.

Man findet sie auch unter diesen Links:
- Lesen: https://learningapps.org/10116773
- Hören:  https://learningapps.org/10116960

Dienstag, 24. März 2020

So gelingen Videokonferenzen bei Fernunterricht

Fernunterricht landauf, landab. Wir Lehrer sollten mit den Kindern in Kontakt bleiben, täglich mit ihnen sprechen. Da drängen sich Videoanrufe oder gar Videokonferenzen direkt auf. Sie sind aber auch sehr anspruchsvoll, sowohl technisch als auch didaktisch, wie die Rückmeldungen in einer leicht chaotische Diskussion gestern Abend in unserem virtuellen Lehrerzimmer bestätigt haben.

Die Autoren der sehr empfehlenswerte Seite www.lernentrotzcorona.ch der Pädagogischen Hochschule Schwyz haben eine Seite zusammengestellt mit allen möglichen Werkzeugen und bewerteen sie gleich: Funktionen, Einsatz in der Schule, etc. Da gibt es z.B. eine gute Software namens Jitsi, die aber bei mehr als 5 Personen ans Limit kommt. Toll für Kleingruppen, da niemand etwas installieren muss, aber... Und nicht vergessen: nicht alles, was machbar ist, ist auch wünschbar (und umgekehrt).


Muss man mir wirklich beim Sprechen zusehen können, oder genügt es einfach zu hören, was ich sage, und ich schalte die Kamera nur dann ein, wenn ich den Bildschirm teile, denn Bandbreite frisst das Bild?

Sonntag, 22. März 2020

Tägliche Online-Lektionen für Kinder zu vielen spannenden Themen

Das ist ein tolles Versprechen: Bis die Schule wieder losgeht soll es werktäglich eine halbstündige Lektion geben. Sie ist von Erwachsenen für Kinder gemacht. Aber nur um 9:00 Uhr - genau wie in der Schule: Wer zu spät kommt, hat den Unterricht verpasst. Es gibt keine Aufzeichnung.

Hinter der Seite https://www.schlaumeier.online stehen Eltern, die selber Kinder haben und diesen nun eine Struktur geben müssen. Frei nach demm Motto «Chumm, verzell!» erfahren die Kinder spannende Erfahrungen, spezielles Wissen und erlebte Abenteuer erzählt von Eltern, Grosseltern und andern Schlaumeiern, die das alles selber können und erlebt haben.

Die Zielgruppe sind Kinder des Kindergartens und der Primarschule, hauptsächlich 1. bis 4 Klasse, aber man kann auch in der 5. und 6. noch zuhören und interessantes erfahren. Weil alles direkt ist, können die Kinder auch Fragen stellen. Es ist aber keine Schule und deshalb auch nicht auf Schriftdeutsch, sondern auf Alemannisch (Schweizerdeutsch). Für Kinder aus der Deutschschweiz ebenso geeignet wie für solche aus Liechtenstein, dem Vorarlberg, Schwaben, Südbaden, dem südlichen Elsass und den italienischen Walsertälern.

Ein tolles Angebot in nicht besonders tollen Zeiten!

Samstag, 21. März 2020

Online-Lernmodule für Quarantänen-Schulen mit Fernunterricht

Zwei grosse kommerzielle Anbieter stellen ihre Angebote ab sofort bis Ostern Schweizer Schulen gratis zur Verfügung: Profax online mit zwanzig Lernmodulen aus den Lernbereichen Deutsch, Mathematik, Geografie und Wahrnehmungsförderung und Twinkle mit rund 100 000 Arbeitsblätter auf Englisch, aber auch Deutsch.

Viel verlinktes Material und online Übungen, v.a. Primarschule (1.-6. Klasse), nach Fächern sortiert gibt es auch auf dieser Übersichtsseite: https://moderne-schulen.blogspot.com/p/interaktiv.html

Bei Profax muss man sich einfach auf profaxonline.com als Schule registrieren und für die Schulkinder ein Konto erstellen. Weitere Details findet man im Handbuch im Kapitel 7. Ich vermute, Profax hofft, dass der eine oder andere von uns dann so zufrieden ist, dass er nach der Krise zu den zahlenden Kunden wechselt, was ja durchaus legitim ist.  

Twinkle ist ein britischer Arbeitsblätteranbieter. Neben Arbeitsblättern gibt es auch Präsentationen und dergleichen. Vieles ist auf Englisch, aber manches auch auf Deutsch, Französisch, etc. Schulen, Lehrer, aber auch Eltern können auf der Seite www.twinkl.co.uk/offermit dem code CHETWINKLHELPS ein Einmonatsabonnement bestellen und während dieser Zeit soviel der 100 000 Arbeitsblätter benutzen, wie sie brauchen.