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Montag, 4. Februar 2019

Die Schulreform, die aus den Bergen kommt

Wie kann der Unterricht so angepasst werden, dass er den Bedürfnissen der Kinder entspricht? Diese Frage beschäftigt uns Lehrer wohl das ganze Berufsleben lang. In Chur, einer kleinen Stadt an der jahrtausende alten Kreuzung der Alpenübergänge zwischen Nord und Süd, Ost und West, ging man die Sache unspektakulär und trotzdem revolutionär an: Nicht der pädagogische Ansatz wurde geändert, sondern der Raum, das Schulzimmer. Daraufhin begann sich er Unterricht fast von selbst zu verändern.



Unterstützt wird dies durch 10 Schritte, die dem Lehrer helfen, seinen Unterricht in Richtung Binnendifferenzierung zu verändern. In der Zwischenzeit ist das unter dem Namen Churermodell bekannt und verbreitet sich über das ganze Land.

Das Bestechende am Churermodell sei, dass es die Basis für viele wesentliche Entwicklungen der heutigen Schule lege, sagt Professor Peter Lienhard von der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich. Unter den wesentlichen Entwicklungen versteht er individualisierte Lernförderung, inklusive Schulungsform und integrative Begabungs- und Begabtenförderung.

Eine eigene Seite im Internet enthält nähere Informationen zum Churermodell.

Montag, 1. Januar 2018

Im Unterricht vom Kind ausgehen

Kürzlich quälte ich mich durch einen Onlinekurs. Viele Inhalte wurden als Filme dargeboten. Entsprechend vermittelten sie die Inhalte nicht direkt, sondern in irgendwelche konstruierten Rahmenhandlungen eingebettet. Da der Kursanbieter mehr vom Inhalt, wie von Rahmenhandlungen versteht, dafür aber viel Steuergelder zur Verfügung hatte, kann sich jeder wohl selber vorstellen, wie das Resultat ausfiel. Immerhin. Ganz zum Schluss gab es eine schöne Kirsche auf den versalzenen Kuchen, der mich das vorhergegangene fast vergessen liess...

Dieser Film zeigt, wie Schule sein sollte (sagen die Autoren, denen ich gerne beipflichte). Als Anstoss und Neujahrsvorsatz:



Vielleicht sollten wir uns diesen Film jeden Monat einmal anschauen?


PS. Sagte das nicht schon vor etwa 90 Jahren einmal jemand? (Wer sich nicht erinnert, darf in den Schlagworten nachschauen.)

Montag, 8. Mai 2017

Beziehung statt Erziehung

Als Ergänzung zum Beitrag zur Vertrauenspädagogik vom vergangenen Montag, heute ein Gespräch mit Jesper Juul. Er vertritt den Ansatz: Erziehung ist kein Leistungssport, Kinder wollen Beziehung statt Erziehung.


Das Gespräch mit Jesper Juul führte Teresa Arrieta im Dezember 2013.

Bücher zum weiterlesen:



Montag, 27. Juli 2015

Laborschule Bielefeld: über 40 Jahre auf dem Weg des Erfolgs

Die Bielefelder Laborschule ist staatliche Versuchsschule des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie wurde, zusammen mit dem benachbarten Oberstufen-Kolleg, 1974 nach den Vorstellungen und unter der Leitung des Pädagogen Hartmut von Hentig gegründet. Sie hat den Auftrag, neue Formen des Lehrens und Lernens und des Zusammenlebens in der Schule zu entwickeln und diese Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ihre Arbeit ist also sowohl praktischer als auch theoretischer Natur.



Diese historische Dokumentation berichtet über diese Reformschule, in der wie im täglichen Leben die Themen ineinanderfliessen und nicht nach theoretischen Grenzen in Fächern eingeteilt sind. Die Versuchsschule Laborschule hat ein besonderes pädagogisches Profil sowie einen bleibenden pädagogischen Entwicklungsauftrag. Die Wissenschaftliche Einrichtung Laborschule begleitet und unterstützt diesen Prozess und wertet ihn aus.Der Beitrag stammt aus dem Jahr 1976.

Montag, 6. Juli 2015

So spannend kann die Schule sein

Als letzten Beitrag vor den Sommerferien zeigen wir eine mögliche Einführung der Division an der Primarschule. Dabei erstrecken sich die Lernerfahrungen der Kinder von der Handlungs- über die Bild- bis hin zur Symbolebene. In Reflexionsphasen werden die Erfahrungen der Kinder dieser österreichischen Schule untereinander ausgetauscht.



Mancher einer mag bemängeln, dass hier alle miteinander gleichzeitig die Division lernen. In einer Freinet- oder Montessorti-Klasse wäre dies unter Umständen gestaffelt erfolgt. Aber die Schule soll ja auch gemeinsame Erlebnisse vermitteln. Weshalb nicht bei der Division? 

Montag, 14. April 2014

Schule und Natur

Zehn klug zusammengestellte Ansätze für eine moderne Schule des 21. Jahrhunderts wurden von der Bertelsmann-Stiftung prämiert. Vier haben wir bereits vorgestellt: Freiräume schaffen, Kunst fördern, Im Team lehren und altersdurchmischtes Lernen.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Schule im Einklang mit der Natur stehen muss. Oder weniger grün ausgedrückt: Die Kinder machen sich durchaus Sorgen um Ihre Zukunft. Da muss die Schule Wege zeigen, wie eine nachhaltige Entwicklung möglich ist, alte Muster durchbrochen werden und auch Kinder einen Beitrag für die Welt von morgen leisten können.


Kleine Projekte sind die konsequente Abfalltrennung: Papier, Karton, Metall, Glas, etc. Kein Hauswart muss Mehraufwand scheuen, wenn die Kinder die entsprechenden Sammelbehälter leeren. Oder wenn Kopien per Grundeinstellung doppelseitig aus dem Kopierer kommen. Auch mit den Kindern planen und umsetzen, vielleicht eher im Rahmen von Projektwochen, sind eine naturnahe Gestaltung und Bepflanzung des Schulareals oder Solaranlagen auf dem Dach. Das muss nicht teuer sein, da es für gute Lagen auch Kontraktoren gibt.

Dienstag, 24. September 2013

So gelingt der gute Umgang an der Schule

Kinder und Lehrer aus der Hamburger Klosterschule zeigen, worauf es ankommt, dass eine gute Schule gelingt: Wie miteinander umgegangen werden muss, wie man es macht, dass Regeln eingehalten werden. Spannende Einsichten.

Frühere Beiträge aus der Klosterschule: