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Mittwoch, 11. Mai 2022

LÜK, Véritech, Loco, ... deutsch français, nederlands

In Frankreich, Belgien und Kanada heisst das (Mini-)LÜK Véritech. Auch dort haben einige Kolleginnen Unterichtsmaterial erstellt und stellen es zur Verfügung, hauptsächlich für die Unterstufe und den in Frankreich stark verschulten Kindergarten:

 

À propos Veritech:

 

Diskussion (discussion):

 

Und noch eine schöne Vorlage aus den Niederlanden (Loco):

 

Seiten auf deutsch (en allemand - là, Veritech s'apelle LÜK et MiniLÜK):

Auf diesen beiden Seiten gibt es über 300 Treffer. / Sur ces deux pages, il y a plus de 300 documents à télécharger, soit en pdf, soit en doc à adapter, voir traduire...

         
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24 LÜK
Loco Maxi
(Tutor Systems)
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Veritech    
Loco Mini
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Mittwoch, 16. Februar 2022

Strahlenarme Kindergärten

Kleinkinder sollen vor hochfrequenter Strahlung in Innenräumen geschützt werden, denn unabhängige Studien von Hirnforschern weisen darauf hin, dass solche Strahlen vor allem bei Kleinkindern gesundheitsschädigend sein können.


In einer Petition verlangt der Verein "Schutz vor Strahlen" nun, dass Kindergärtnerinnen, Krippenleiterinnen und Eltern über diese Gefahren aufgeklärt werden und in Kindergärten und Kinderkrippen auf WLAN, DECT-Telefone verzichtet wird. Internet kann, dort wo nötig kabelgebunden sein. Funktelefone mit dem Full-Eco- oder Eco-Plus-Modus strahlen nur während dem Gespräch, sonst jedoch nicht, im Gegensatz zu den üblichen DECT-Telefonen.

https://schutz-vor-strahlung.ch/petition-schutz-vor-hochfrequenter-strahlung-in-kinderkrippen-und-kindergaerten/ (Petitionen dürfen von allen unterzeichnet werden, unabhängig von Alter oder Nationalität)

Montag, 17. August 2020

Gelbe Fibel für flinke Leser

Er gibt sich sehr abgeklärt: Andere hätten ein bisschen Angst vor der Schule, aber er habe Frau B... (die Lehrerin) schon einmal gesehen und er wisse, wo das Schulzimmer sei: Im hinteren Schulhaus im oberen Stock... Ausserdem hat sich der selbstbewusste Kindergärtler über die Ferien das Lesen selber beigebracht mit den Wörtern, die sich gerade angedient haben: Ortsnamen von den Wanderwegweisern in den Bergen und von den Endzielanzeigen der Postautos (Linienbusse v.a. im ländlichen Gebiet in der Schweiz). Da muss man schnell sein und manche Wörter beginnen mit dem gleichen Buchstaben. 

Nicht immer steht das Postauto so schön still. 
Oft ist es in Bewegung. Da muss man
die Destination schnell erfassen.

Auch die analoge Zeit mit Punkt und halb war so ein autodidaktisches Projekt, nachdem er im Kindergarten die Zahlen bis 12 kennengelernt hatte. Zu Hause haben die Eltern explizit schulische Themen weggelassen - ausser er hat konkret gefragt: Was ist das für ein Buchstabe/Kantonswappen (auf der Autonummer)/etc. 

Nur in einem Punkt hat sein Vater insistiert, dass er seinen Namen in der üblichen Gross-Klein-Schreibung schreibt. Das hatte er sich Schritt für Schritt erfragt, wurde dann jedoch im Kindergarten (in der Schweiz ist das von 4-6) zurückgebunden, es sei einfacher, alles in MAJUSKELN zu schreiben und man könne (wolle?) das nicht bei jedem Kind je nach Vorwissen anders handhaben.

Das hat mir wieder einmal gezeigt, wie Geschichten helfen. Im Kindergarten musste er einfach ab Vorlage kopieren, was in diesem Alter noch ziemlich abstrakt und entsprechend fehleranfällig ist. Ergo waren oft auch einige Buchstaben gespiegelt. In der Gross-Klein-Schreibung hielt er sich an eine selber erfundene Geschichte: 1 Gipfeli (Croissant), 1 Kreislein, 1 Kleiderhaken, 1 Böglein, 1 Schnecke, 1 Männchen mit einem Köpfchen, 2 Striche, 1 Schnecke. Diese bildhaften Umschreibungen der Buchstaben, die haben natürlich alle einen Namen. Der Kleiderhaken etwa heisst Rrrr.

Bei der Post gibt es übrigens neben den bekannten Unterrichtsmodulen zum Thema "Post" auch ein schönes und sehr altersgerechtes Bilderbuch für die Schulanfänger: Theo und Mia unterwegs - natürlich mit dem gelben Postauto!

Montag, 10. Dezember 2018

Wie gute Schulen funktionieren

Skandinavische Schulen gelten als besonders erfolgreich. Ein Film, von dem hier ein Ausschnitt zu sehen ist, zeigt auf, wie sich in Finnland und Schweden in der ganzen Gesellschaft ein Innovationsklima ausbreitet. Die Autoren sind stolz, dass 70% des Jahrgangs an die Universität wechselt. Diese Aussage ist aus meiner schweizerischen Sicht nichtssagend. Wie hoch sind die Eintrittshürden der Hochschulen? Wie ist die Berufsbildung in einem Land organisiert? Unser duales System mit rund 80% Berufslehre (nach Sekundar- oder Realschule) und 20% Studium (nach Gymnasium) funktioniert seit Jahren gut und führt zumindest in der Schweiz zu einem wesentlich höhreren Beschäftigungsgrad als etwa in Italien oder Frankreich, wo die Maturitätsquote um ein Mehrfaches höher ist.



Nichts desto trotz lohnt sich der Blick nach Skandinavien (wie auch an jede andere Schule, der etwas besonders gut gelingt). Kann man die Leistungsspitze stärken und zugleich das allgemeine Niveau heben? Geht das: Lust und Leistung Hand in Hand? Schulen in Skandinavien zeigen, es geht. Und es geht in Skandinavien gut. Sie zeigen den Weg für eine Schule in einer Wissen- und Ideengesellschaft. Wie weit sich die Rezepte aus dem Norden bei uns eins zu eins anwenden lassen und wo sie angepasst werden müssen, diese Diskussion müssen wir selber führen - zum Beispiel in der Kommentarspalte unten; und ausprobieren in unserem Schulzimmer.

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Montag, 1. Januar 2018

Im Unterricht vom Kind ausgehen

Kürzlich quälte ich mich durch einen Onlinekurs. Viele Inhalte wurden als Filme dargeboten. Entsprechend vermittelten sie die Inhalte nicht direkt, sondern in irgendwelche konstruierten Rahmenhandlungen eingebettet. Da der Kursanbieter mehr vom Inhalt, wie von Rahmenhandlungen versteht, dafür aber viel Steuergelder zur Verfügung hatte, kann sich jeder wohl selber vorstellen, wie das Resultat ausfiel. Immerhin. Ganz zum Schluss gab es eine schöne Kirsche auf den versalzenen Kuchen, der mich das vorhergegangene fast vergessen liess...

Dieser Film zeigt, wie Schule sein sollte (sagen die Autoren, denen ich gerne beipflichte). Als Anstoss und Neujahrsvorsatz:



Vielleicht sollten wir uns diesen Film jeden Monat einmal anschauen?


PS. Sagte das nicht schon vor etwa 90 Jahren einmal jemand? (Wer sich nicht erinnert, darf in den Schlagworten nachschauen.)

Montag, 28. Dezember 2015

Märchen helfen bei der Entwicklung

Illustrationen sind
wichtig.
Zur Ergänzung des letzten Beitrages noch einige Gedanken über Märchen. Sie passen gut zur Unterstufe, den Kindergarten, aber auch das Elternhaus.

Schöne Prinzessinnen, böse Hexen und dunkle Wälder: Märchen entführen unsere Kinder nicht nur in eine sagenhafte Fantasiewelt, sie sind auch aus psychologischer Sicht wichtig für die Kleinen. Wer ist gut, wer ist böse? Im Märchen ist diese Frage leicht zu klären: Es gibt entweder gut oder böse, klug oder dumm, fleißig oder faul. Und genau diese Schwarz-Weiß-Färberei ist es, die Märchen bei Kindern so beliebt macht. Gefühle werden eindeutig und damit für Kinder nachvollziehbar beschrieben.

Natürlich wimmelt es in den meisten Märchen auf den ersten Blick nur so von „Mord und Totschlag“, ein Grund, warum viele Eltern zögern, ihrem Kind diese Geschichte zu erzählen. Doch die Bedenken sind unbegründet. Märchen sind so verfasst, dass sie keine Angst machen. Damit kleine Kinder nicht doch Angst bekommt, sollten Sie nicht zu übertrieben laut oder mit verstellter Stimme den Bösewicht mimen, denn Ihr vertrauter Tonfall gibt dem Kind Geborgenheit. Werfen Sie beim Kauf eines Buches auch einen Blick auf die Illustrationen. Sind sie so, dass die Kinder sich ängstigen könnten, sollten sie sich lieber für ein anderes Buch entscheiden. Bei meiner Tochter musste das wunderschön gestaltete Hänsel und Gretel-Buch wochenlang vor dem Kinderzimmer aufbewahrt werden, weil meine Tochter nicht im Zimmer zusammen mit der gruseligen alte Hexe schlafen wollte.

Übrigens haben Kinder oft ein spezielles Lieblingsmärchen und wollen dieses immer und immer wieder erzählt bekommen. Auch wenn die Geschichte Ihnen selbst schon zu den Ohren rauskommt, geben Sie dem Wunsch unbedingt nach. Vor allem Kinder im Vorschulalter brauchen einfach die Zeit sich mit dem Erzählten zu beschäftigen und auseinander setzen zu können.

Montag, 18. Mai 2015

Warum Schulen in Skandinavien gelingen

Wie kommt es, dass Schulen in Skandinavien so erfolgreich sind? Woran liegt es, dass sich in Finnland und Schweden in der ganzen Gesellschaft ein Innovationsklima ausbreitet? Kann man die Leistungsspitze stärken und zugleich das allgemeine Niveau heben? Geht das: Lust und Leistung Hand in Hand?

Schulen in Skandinavien zeigen, es geht. Und es geht gut. Sie zeigen den Weg für eine Schule in einer Wissen- und Ideengesellschaft. Ausschnitte aus der Dokumentation "Spitze - Schulen am Wendekreis der Pädagogik. Warum Schulen in Skandinavien gelingen" von Reinhard Kahl.



Montag, 11. Mai 2015

Freinetpädagogik: Ein Praktiker erzählt

Herbert Vogt ist Lehrer, Fortbildner - unter anderem am Odenwaldinstitut -, Leiter einer Kindertagesstätte und Mitbegründer des Kronberger Kreises für Qualitätsentwicklung. In diesem Interview zeigt er, wie Freinet-Klassen zu Beginn gar nicht als solche erkannt werden und weshalb. Dann führt er jedoch weiter und weist auf die andere pädagogische Haltung hin, die sich auf den zweiten Blick dann durchaus erkennen lässt.



In der zweiten Hälfte des Interviews geht er auf die typischen Atelieres und Werkstätten ein. Zur weiteren Lektüre sei sein Buch "Freinetpädagogik in der Kindertagesstätte empfohlen.

http://freinet-kooperative.de/


Montag, 4. Mai 2015

Erfrischender Unterricht

Die Freinet Pädagogik ist auf die Entwicklung der Selbstständigkeit der Kinder ausgerichtet. Der französische Pädagoge gilt auch als der Begründer der Schülerzeitungen. In dem kurzen Film zum Schulbeginn nach den Frühlingsferien werden die Grundzüge seiner Pädagogik am Beispiel des Freinet Kinderhauses Görlitz erläutert.



Es kommen die Erzieher und auch viele der kleinen Kinder zu Wort.

Montag, 2. März 2015

Frei und doch behütet phantasievoll und anregend lernen

Auch wenn nun bereits die ersten Blumen spriessen, hier noch die versprochenen Bilder aus dem Winterwald.



Der Wald fördert die Fantasie: Der Stein, den die Kinder ausgegraben haben, wird zum Kristall.
Gemeinsam etwas aushecken: Gut gehütet und doch frei, lernen die Kinder sich selbst zu beschäftigen. 
Gegen kalte Hände helfen im heissen Wasser erwärmte Steine.
Die Kinder machen sich bereit für hohen Besuch. Wo darf der Stadtrat auf dem Waldsofa hinsitzen?
«Du darfst neben mich sitzen.» Der Stadtrat bekommt ein Plätzchen offeriert.
Mit der Flöte ruft die Kindergärtnerin die Kinder zusammen um ein Lied zu singen.
Quellennachweise: Radio DRS
erster Teil | zweiter Teil | dritter Teil

Montag, 16. Februar 2015

Kinder erfüllen Lehrplan fast von selbst

(Bild: Karin Hofer/NZZ)
Vor einer Woche erschien der Bericht über den öffentlichen Waldkindergarten in Winterthur. Oft träumen wir: so müsste es sein, wenn es dann aber um die konkrete Umsetzung geht, verlieren wir den Mut. Entsprechend wenig Kindergärtnerinnen haben sich um die Stelle beworben. Jacqueline Büchi, erzählt im Schulblatt: «Früher, im normalen Kindergarten, hatten wir eine Gireizi, ich musste mit der Sanduhr die Zeit messen, damit es kein Gezänk gab, wer wann wie lange schaukeln durfte.»

 Im Wald geht es ohne Sanduhr. Steht auf dem Stundenplan gerade freies Spiel, gibt es dafür kein Spielzeug im klassischen Sinn, sondern Werkzeug, viel Platz, Natur – und mehr Schaukeln als in jedem gewöhnlichen Kindergarten. Die Sitzflächen sind dicke Aststücke, die an Seilen zwischen zwei Bäumen hängen. Rhythisierung ergibt sich nicht durch die Uhr, sondern liegt in der Sache. Jeder Tag ist anders. Das Programm wird mitbestimmt durch das Wetter, die Jahreszeiten, die Pflanzen. Das ist ein Klassenzimmer, das sich stetig verändert. Die Kinder finden in der Natur immer etwas zum Spielen und Lernen. Oft braucht es nur kleine lenkende Eingriffe der Kindergärtnerin und schon spielen die Kinder, was im Lehrplan steht. Als Beispiel nennt Büchi die «mathematische Basiskompetenz», Gegenstände miteinander zu vergleichen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen. Das würden die Kinder im Wald beim Spielen und Sortieren von Steinen und Blättern automatisch lernen.

Montag, 9. Februar 2015

Mutlos oder mutig

Foto: Karin Hofer/NZZ
Das ist wohl der Schrecken jeder besorgten Mutter und jedes verantwortungsbewussten Lehreres: Sackmesser mit scharfen Klingen, ein Plumpsklo unter freiem Himmel, wo man das, was man «gemacht» hat, ins Robidog-Säcklein einpacken muss, eine Feuerstelle zum Zäuseln, lotterige Laubhütten, selbst gezimmerte Turngeräte, Dreck, Nässe und Kälte, ein grosser Hund, der nicht an der Leine ist. Die Beispiele aus dem Waldkindergarten Rychenberg in Oberwinterthur zeigen jedoch einmal mehr, dass es sich lohnt, zweimal und ohne Berürungsängste hinzuschauen.

Der Waldkindergarten in Oberwinterthur ist einer von nur vier öffentlichen Waldkindergärten im Kanton Zürich. Geboren in der Not, möchte ihn niemand mehr missen: 2013 gab es zu wenig Schulraum für die neuen Kindergarten- und Schulkinder. Die Frage war: Wohin mit all den Kleinen? Die Kreisschulpflege schickte sie kurzerhand in den Wald und konnte sich so den alten Wunsch nach einem Waldkindergarten erfüllen.

Typischerweise gab es nicht sehr viele Stellenbewerbungen, dafür umso mehr Bedenken von Eltern. Wird mein Kind da nicht ständig nass, dreckig und krank? Kann man im Wald die Kinder seriös auf die Schule vorbereiten? Elternabende, Besuchstage, glückliche und gesunde Kinder beweisen: Es ist kein Überlebenstraining in gefährlicher Wildnis, der Lehrplan wird eingehalten. Oft ersehnt und gewünscht, packt uns dann doch die Angst, wenn es konkret wird: sei es ein Waldkindergarten, seien es Mehrklassenabteilungen, seien es wirklich freie Unterrichtsmethoden...

Bericht einer Journalistin des Schweizer Radios von ihrem Besuch im Waldkindergarten Winterthur im Februar 2013.

Montag, 23. Dezember 2013

Erfolgreich lernen in der Schule

Der weltweit bekannte Neurowissenschaftler Prof. Dr. Manfred Spitzer hält einem viel beachteten Vortrag über die Biologie des Lernens: Wie lernen Kinder? Wann ist welche Förderung am sinnvollsten? Die aktuelle Gehirnforschung gibt darauf neue, verblüffende Antworten und Spitzer erklärt diese neurowissenschaftlichen Abläufe einfach und anschaulich. So zeigt er, wie man das Lernen in den verschiedenen Entwicklungsphasen fördern kann.



Als Weihnachtsgeschenk ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Leiter der Psychiatrischen Uniklinik Ulm und Gründer des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen.