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Montag, 2. September 2019

Im Wald, im schönen, grünen Wald...

Sprache kommt von sprechen und sprechen kann man nur, wenn man auch die passenden Wörter dazu hat. Vielleicht sind unsere Schulbücher völlig veraltet, von einem anderen Planeten? Oder sind es einige Kinder? Wie dem auch sei: Hier kommt noch einmal eine Hör- und Wortschatzübung, die ich aus aktuellem Anlass für Drittklässler erstellt habe.



So funktioniert die Learning-App: Klicke einen Audio-Schnipsel an, höre das Wort und ziehe dann den Schnipsel auf das passende Bild. Das ist schon alles. Genau so, wie Lernprogramme sein sollten: So einfach in der Handhabung, dass sich die Kinder 100% auf den Inhalt konzentrieren können.

Die App ist inspiriert von Einsterns Schwester, 3. Klasse, Seite 4, aber absolut lehrmittelunabhängig.

Montag, 26. August 2019

Sprachlos aus den Ferien zurück

In der guten alten Zeit schickten die Kinder Postkarten (Ansichtskarten) aus den Ferien. Später zwangen wir sie, einen Aufsatz über die Ferientage zu schreiben. Gestern schlug ich mit meinen Drittklässlern das Deutschbuch auf und wir schauten auf der ersten Seite ein Strandbild an. Sie sagten nichts. Meinen konkreten Fragen wichen sie aus - bis ich realisierte, dass einige unter ihnen nicht wussten, dass der Mann unter Wasser Taucher heisst, was eine Sandburg oder eine Verkäuferin sind.

Flexibel habe ich innert Sekunden die Lektion umgeplant und statt Nomen Wortschatz gemacht. Aber morgen und übermorgen wird das noch vertieft. Mit einer App. Voilà die erste Hälfte:



Und da das Hörverständis besonders wichtig ist, habe ich die App so erstellt, dass der Computer das Wort vorliest. Im schlimmsten Fall, kann man das "i" antippen, um das Wort auch lesen zu können. Und die zweite Hälfte:



Wer keine Erfahrung mit Learning-Apps hat: Man klicke einen Audio-Schnipsel an, höre das Wort und ziehe dann den Schnipsel auf das passende Bild. Das ist schon alles. Genau so, wie Lernprogramme sein sollten: So einfach in der Handhabung, dass sich die Kinder 100% auf den Inhalt konzentrieren können.

Die App ist inspiriert von Einsterns Schwester, 3. Klasse, Seite 3, aber absolut lehrmittelunabhängig.

Montag, 3. Dezember 2018

Bücher für den Wochenplanunterricht und Planarbeit

Ich war einmal an einem obligatorischen Kurs für Wochenplanunterricht und Planarbeit. Inhaltlich gab er leider nicht besonders viel her, aber der Büchertisch hinten im Saal war meines Erachtens wirklich gut. Manche Klassiker befanden sich darunter und auch einige Bände, auf die ich immer wieder gerne zurückgreife.

Das es keine Literaturliste gab, habe ich kurzerhand die Tiel selber selber notiert. Vergriffene (und auch andere) Bücher findet man in jeder guten Bibliothek. Oder man kann sie sich auf Weihnachten wünschen...

Montag, 26. Februar 2018

Nein, nein, diese Suppe ess' ich nicht

Offene Aufgaben regen zum Denken an. Offene Aufgaben erreichen die Kinder besser. Mit offenen Aufgaben können Kinder dort abgeholt werden, wo sie sind. Das wurde mir allenthalben geraten. Da unser Pflichtlehrmittel in diesem Bezug noch etwas altväterisch ist und ich ein Kind habe, dessen Ansprüche doch etwas sehr speziell sind (nicht vermeintlich zu schwierig oder zu leicht, nicht vermeintlich das Gleiche oder etwas Ähnliches noch einmal, selbst, wenn es noch nicht sitzt, ...) jongliere ich notgedrungen mit mehreren Büchern gleichzeitig.

Das Zahlenbuch bot eine Reihe interessanter Aufgaben zu Werkzeugen und da besagter Knabe sagt, dass er auch nicht Deutsch lernen muss und will, da er ja besser spräche als seine (fremdsprachige) Mutter, ergänzte ich genannten Rechenunterricht durch eine Deutschübung, pardon, peppte ich ihn durch etwas augmented reality auf. Wie dem auch sei. Wer mit dem Zahlenbuch 4. Klasse arbeitet oder Deutsch unterrichtet kann die Übung vielleicht auch verwenden.

Montag, 19. Februar 2018

Über welchen Alpenpass geht es ins Skilager?

Fahren Sie demnächst in die Skiferien? Oder sind Sie bereits in den Ferien und kommen bald nach Hause? Dann mag ihnen dieses kleine Lernprogramm helfen, den richtigen Weg zu finden:

Hergestellt habe ich es aus einem eingescannten Arbeitsblatt (Handskizze auf kariertem Blatt für die Kinder zum Beschriften, Ausmalen, Ergänzen), etwas unterlegt mit gemeinfreien Fotos (da ich nicht gerne am Bildschirm mit Farbstiften coloriere) und die farbigen Linien aufgezeichnet (alles mit Gimp, der freien Photoshop-Alternative); auf learningapps.org heraufgeladen, die virtuellen Stecknadeln eingesteckt und beschriftet. Fertig. Aufwand vielleicht eine halbe Stunde.

Die Kinder haben, wie oben angedeutet, das Thema auch schriftlich und gestalterisch bearbeitet, sich ausserdem gegenseitig Reisen auf der Karte diktiert (wo komme ich an?) und ein Quartett mit Pässen, Eröffnungsjahr, Höhe und Talorten gespielt.

Montag, 30. Januar 2017

Mit Bruchteilen spielen

(Wikimedia)
Anfangs Schuljahr habe ich mit meinen Fünftklässler eine erste Einführung ins Bruchrechnen gemacht. Es ging (nach Mathematik 5 von Prof. Hohl, Lehrmittelverlag Zürich), vorerst nur um Stammbrüche erkennen. Nach Zahlenraumerweiterung und Wiederholungsaufgaben haben wir nun in den letzten Tagen des ersten Semesters angefangen mit Stammbrüchen zu rechnen, vor allem mit Grössen.

Dieser von Hohl propagierte Weg ist sicher ein sehr vorsichtiger Zugang zum Bruchrechnen. Ein Tempo, das meinen Förderschülern entgegenkommt. Ich habe nun noch nach Material gesucht, das die Kinder mehr handeln lässt. Fündig wurde ich hier:
Diejenigen mit Stammbrüchen habe ich bereits gebastelt, die anderen warten auf eine freie Minute in den kommenden Tagen.

Montag, 31. Oktober 2016

«Das war jetzt voll cool und ich will nun überhaupt alle, alle Biber-Aufgaben der anderen Stufen auch noch lösen.»

Vor zwei Jahren bin ich eher zufällig auf den Informatik-Biber gestossen - uns habe seither jedes Jahr mit meiner Klasse am Wettbewerb teilgenommen. Wahrlich, ich bin begeistert - meine Schulkinder auch.



Eigentlich geht es beim Informatik-Biber gar nicht um Informatik, sondern ums logische Denken. Er passt gut in den Informatikunterricht (den wir nicht haben). Ich verbuche ihn in der Mathematik und beim Leseverständnis. Der Wettbewerb kann im Laufe der Wettbewerbswoche zu einem frei gewählten (passenden) Zeitpunkt durchgeführt werden. Was es braucht ist einen Computerarbeitsplatz pro Schulkind und eine Anmeldung. Anmelden kann man sich beim Schulhausverantwortlichen - falls es einen solchen nicht gibt, kann man das auch selber werden. Man gibt die Namen der Kinder, das Schuljahr und ein Passwort ein, das ist alles. Die Fragen sind nämlich abgestuft für 3./4., für 5./6., für 7./8. und für 10.-13. Klasse.



Natürlich wollen wir gewinnen, auch wenn die Chancen für die Kinder einer Sonderschule klein sind. Stolz tragen sie jedoch das ausgestellte Diplom mit nach Hause und fleissig üben sie seit den Herbstferien. In der Tat: Auf der Seite http://wettbewerb.informatik-biber.ch stehen die Wettbewerbe seit 2011 zu Übungszwecken zur Verfügung. Ausserdem habe ich von http://informatik-biber.ch/aufgabensammlung/ die Aufgaben ausgedruckt und laminiert. Die so entstandene Biberkartei lösen die Kinder - auch übers Jahr verteilt - mit wasserlöslichen Filzstiften und waschen sie dann wieder sauber. Am Schluss jeder Rechenstunde gut zehn Minuten.

Für mich als Lehrer gibt es quasi nichts vorzubereiten - ausser auf dem Heimweg im Bus die alten Biberaufgaben zu lesen, dass ich dann den Kindern beim Üben bei Bedarf auch helfen kann. Der Begeisterungsfaktor bei den Kindern ist hoch - bei den Eltern ebenso... Ach ja, der diesjährige Biber-Wettbewerb findet nächste Woche statt. Schnellentschlossene können sich noch anmelden.

PS. Der Wettbewerb läuft nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland: http://informatik-biber.de und in Österreich: http://wettbewerb.biber.ocg.at (immer nächste Woche).

Montag, 11. Juli 2016

Wer zählt, rechnet nicht!

Cornelia Birrer sagt ganz klar: Wer zählt, der rechnet nicht. Umgekehrt heißt das: Wer rechnet, der zählt nicht. Um dies besser zu verstehen, möge man ein Übungsblatt aus einer ersten Klasse nehmen und alle Subtraktionen rückwärtszählen. Die Resultate werden stimmen, der Schweiß uns jedoch auf der Stirn stehen: Welch' ein Aufwand!

Gezählt wird mit den Fingern. Wem die Finger verboten werden, der stellt sich die Finger im Kopf vor. Wer hingegen rechnet, der sieht Bilder - nicht Finger. Diese Abbildung habe ich von der eingangs genannten Dyskalkulietherapeutin. Gezeigt wird die Aufgabe 9 - 5 = 4. Die Bilder sind die Würfelpunkte. Minus heißt wegnehmen, was mit der linken Hand getan wird. Übrig bleiben die vier Würfelpunkte rechts. Wer einfach 9 8 7 6 5 4 rückwärts zählt, sieht keine Bilder.

Frau Birrer zeichnet in der Therapie dir Rechnungen auf. Später kommt die Zeichnung weg und das Kind stellt sie sich nur noch vor. Beides wird sehr oft geübt. Die Automatisation. Als Richtwert sollten zu Ende der 1. Klasse alle Rechnungen plus und minus bis 10 auf eine Sekunde hin gelöst werden können; die Rechnungen bis 20 zumindest teilweise.


siehe auch: Rechenschwäche frühzeitig erkennen: Zählendes Rechnen

Montag, 27. April 2015

Wie das mit dem Internet und so richtig geht

Sie wollen wissen, wie das
mit dem Internet und so
wirklich geht.
"Sicherheit im e-Mail-Verkehr oder die Anwendung von Zertifikaten kann auch Unterrichtsgegenstand an Schulen sein." schreibt der Zertifikatanbieter CAcert auf seiner Internetseite. Mancher Lehrer wird den Kopf schütteln oder sich gar abwenden. Andere werden sagen: natürlich, aber später, in den oberen Klassen.

Genau diese Haltung führt dazu, dass sich Millionen von Leuten absolut stümperhaft im Internet herumstolpern, als wären sie schwerst behindert. Dabei gibt es verschiedene Initiativen, welche absolut altersgerecht Kindern schon sehr früh erlauben, postitive, wertvolle und nachhaltige Erfahrungen mit Informatikanwendungen zu machen.

Eine davon ist der Informatikbiber. Andere Möglichkeiten hat eben CAcert Inc., ein gemeinnütziger Verein für Sicherheit im Internet übrigens, auf einer Seite zusammengestellt.

Montag, 30. März 2015

Ostereier voller praxisorientierter Weiterbildung

Bereits ist es frühlingshaft... und damit rückt auch die nächste Freinet-Werktagung vom Mai 2015 ins Blickfeld (siehe auch Beitrag Die kindsgerechteste Weiterbildung der Schweiz). Noch ist Zeit, sich für dieses inspirierende Treffen anzumelden!

Wer sich gerne nicht nur mit Kollegen aus dem eigenen Schulhaus austauscht ist hier genau richtig: verschiedene Leute aus verschiedenen Stufen und Kantonen, manchmal auch aus dem benachbarten Ausland: So konzentriert und kompakt kommt man selten zu inspirierenden Ideen. Nur einlassen muss man sich selber (und heute noch hier anmelden - denn das gibt es nur alle zwei Jahre).

Die organisierenden Kolleginnen und Kollegen freuen sich über jede Anmeldung. Fragen beantwortet Lulu Müller gerne unter der Adresse lulumueller Affenschwanz les-coquelicots Punkt ch

Mehr zur Reformpädagogik nach Célestin Freinet gab es bereits letzte Woche und hier noch ein Artikel mit näheren Informationen aus der Zeitschrift "Bindestrich":



Montag, 23. März 2015

Drucken in der Schule macht Spass

Bild: schuldrucker.de
Bereits Célestin Freinet liess seine Schulkinder die Aufsätze mit Bleilettern setzen und dann drucken. Auf der ganzen Welt gibt es seither Schulen, welche eine kleine Druckerei für den Unterricht haben. Die Bergedorfer Waldorfschule (Hamburg) hat vor sieben Jahren gleiche eine ganze Druckerei übernommen. Dort stehen eine moderne Offset-Maschine und zwei traditionelle Buchdruckmaschinen. Auf diesen entstehen unter Mithilfe und Anleitung des pensionierten Druckers, Drucksachen für die Schule und von den Schülern. Zum Beispiel die monatliche Schulzeitung, Handzettel und Plakate für Veranstaltungen und natürlich Produkte aus dem Unterricht:

Der kurze Film gibt einen kleinen Einblick. Im Gegensatz zum Fotosatz oder Computersatz, ist das Setzen von Bleilettern (spiegelverkehrt mit einem kleinen Spiegel) ein äusserst geeignetes Hilfsmittel zur Förderung der Rechtschreibung. Wer sich selber fürs Drucken in der Schule interessiert, findet im Netz
- eine umfassende Übersicht,
- eine Schritt-für-Schritt-Anleitung,
- den Arbeitskreis Schuldruckerei.

Montag, 3. März 2014

Materialien und Lernformen der modernen Schule

Lernen mit Selbstkontrolle
Der Begriff der "modernen Schule" stammt aus den 1930er-Jahren. Deshalb verwundert es nicht, dass man unter deren Materialien und Lernformen auch manches findet, das bereits in unserer Kindheit eingesetzt worden ist. Diese Zusammenstellung stammt in den Grundzügen von der Universität Wien. Ein ausführliche Übersicht über einige vielseitig einsetzbaren Selbstkontroll-Lernmaterialien befindet sich neben diesem Blog.

Lernkartei
Text, Abbildungen, Arbeitsaufgaben stehen auf Karteikarten. Manchmal bieten sie einen Kursus, meist wird die Reihenfolge nach Bedarf vom Kind oder dem Lehrer festgelegt. Lösungen auf der Rückseite.

Lernscheibe
Im Ausschnitt erscheint ein Begriff, auf seiner Rückseite steht die Erläuterung.

Fragetasche zum Üben schwieriger Begriffe, Partnerarbeit

Holzleiste
Kärtchen werden in passender Reihenfolge in einer geschlitzten Holzleiste angeordnet. Selbstkontrolle auf der Rückseite der Kärtchen mit Symbolen oder Zahlen

LÜK
LÜK heisst Lerne - Übe - Kontrolliere. Numerierte Plättchen müssen je nach richtiger Lösung abgelegt werden. Die Selbstkorrektur erfolgt nach 24 oder 12 Aufgaben über ein geometrisches Muster.

Stöpselkästchen
Es werden gelochte Blätter mit mehreren Antwortmöglichkeiten eingelegt. Die passende Antwort wird am Rande des Kästchens gestöpselt. Wenn die Antwort richtig ist, kann das Blatt entfernt werden. Diese Kästchen können gut selber erstellt werden.

Nagelbrett
Das Aufgabenblatt wird auf ein Brett zwischen zwei Reihen Nägel gelegt. Fragen und Antworten werden mit Gummiringen verbunden. Zur Selbstkontrolle werden Hellraumprojektorfolien oder Lösungsblätter mit dem Verlauf der Gummiringe aufgelegt. Analog funktioniert auch das Nikisabrett.

Wanderdiktat
Das Wanderdiktat wird manchmal auch Laufdiktat genannt. Bei diesem liest der Schüler den Text, der weit entfernt an der Wand angebracht ist, aufmerksam durch und überträgt ihn in das Heft. Diese Methode eignet sich auch gut, um selber die Rechtschreibung zu üben, z.B. im Fremdsprachunterricht bei Hausaufgaben.

Klammerkarten
Klammerkarten sind ein sehr einfach herzustellendes und zu bedienendes Lehrmittel. Für die Lösungen werden verschieden farbige Wäscheklammern angeklammert und zum Schluss die Karte gedreht. Dann sollte die Farbe der Klammer mit derjenigen des Kontrollpunktes übereinstimmen.

Rote Folie
Das Schulkind schreibt auf eine rote Folie und kontolliert, indem es das Blatt herauszieht. Anschließend wird der richtige Text ins Heft übertragen.


Zusammensetzspiel
Das Zusammensetzspiel wird in einen Klappkarton gelöst und am Schluss umgedreht. Sind die Aufgaben richtig gelöst, erscheint ein Bild.

Würfelspiel
Es gibt didaktisch interessante Spiele wie z.B. "Der Natur auf der Spur", die sich mit etwas Phantasie einfach auf andere Themen umbauen lassen.

Profax
Der Profax ist ein bei Primarschulkindern beliebtes lochkartenbasiertes Gerät zum Üben und Automatisieren von Lerninhalten mit laufender Selbstkontrolle.

Logico
Das Logico-Übungsgerät wird mit einem Übungsblatt bestückt. In einer Schiene befinden sich farbige Knöpfe, die entsprechend der Lösung in die richtige Haltebucht geschoben werden müssen. Am Ende der Übung wird das Blatt wie bei den Klammerkarten gedreht, um die Selbstkontrolle mit den aufgedruckten Punkten vorzunehmen.

Weniger zum einübern mit Selbstkontrolle, jedoch zum festigen, können Klassiker wir Quartett oder Memory eingesetzt werden. Auch ein Domino leistet gute Dienste. Einige Kollegen setzen auf die gegenseitige Kontrolle durch die Mitspieler selbst, während andere eine Selbskontrollmarkierung auf der Rückseite anbringen.

In der Literatur fand ich auch noch die folgenden Beispiele, die ich jedoch nicht kenne oder bei denen sich mir der Zusammenhang zum selbtätigen Lernen nicht erschliesst. Ich freue mich auf Ergänzungen in der Kommentarspalte.

Quiz
Stadtrundgang auf foliertem Plan mit OH-Stift.
Kuckucksei (Welches Ei passt nicht ins Nest?)
Multiple choice
Paletti - die Spectra-Lernpalette (Scheibe)
Trimino
Kluppenspiel
Rätselrally

Montag, 24. Februar 2014

Werktagung an Auffahrt: Tankstelle für Energie und Ideen

Der südfranzösische Lehrer Célestin Freinet gilt als einer der grossen Reformpädagogen. Was auf deutsch simpel "Freinet-Pädagogik" heisst, nennt sich auf französisch "école moderne", also "moderne Schule".

Alle zwei Jahren treffen sich Lehrer, welche sich für einen modernen, kindorientierten Unterricht interessieren oder bereits praktizieren zu einem Kongress. In halbtägigen Ateliers zeigen Kollegen, was sie erfolgreich tun.

Dieses Jahr findet dieser Kongress im Neuenburgerland, nahe der Sprachgrenze statt; praktischerweise über Auffahrt vom 28. bis 31. Mai 2014 statt, dann wann alle Schulen zu sind und wir Lehrer uns ein paar Tage zurückziehen können, um aufzutanken und dann wieder gestärkt in unsere Klassen zurückkehren.

Dienstag, 27. August 2013

Besser ohne 45-Minuten-Diktat

Die Klosterschule in Hamburg hat die 45-Minuten-Lektionen abgeschafft, um mehr Zeit und Musse fürs Arbeiten zu bekommen. Dies geht einher mit Unterrichtsmethoden, welche das Kind in den Mittelpunkt stellen. Und siehe: Die Kinder gehen gerne zur Schule, lieber als in andere, frühere Schulen. Dadurch sind sie motivierter, was sich wiederum positiv auf das Lernen auswirkt.




Ähnliches hat ein Kollege in einem kleinen Dorf in der Region Zürich getan, der in einem Pavillon am Rande des Schulareals unterrichtet. Kurzerhand hat er den elektrischen Kontakt der Schulglocke unterbrochen. Schon nach wenigen Wochen haben sich die Kinder vom 45-Minuten-Rhythmus gelöst und konzentrierter gearbeitet. Die Pausen finden nach Bedarf statt: manchmal schon nach einer halben Stunde, manchmal erst nach zwei...

Ausserdem im Filmbeitrag: Vom Erfolg der Lesestunde. Auch das nichts Neues, aber leider viel zu wenig verbreitetes. Bereits vor Jahrzehnten z.B. in St. Michael, Zug eingeführt, indem morgens jeweils zwei 45-Minuten-Lektionen zu einer 80-Minuten-Lektion zusammengezogen wurden, wodurch die Zeit für die Lesestunde gewonnen werden konnte.