Montag, 4. Dezember 2017

Gritti, Gritti, Grittibänz

Ich habe gehört, dass es in Deutschland offenbar auch Schokoladennikoläuse gibt. Hier in der Schweiz gibt es leider nur Schokoladenweihnachtsmänner. Da unser Auftrag in Religion und Kultur ja teaching about religion und nicht teaching in religion ist, sollten die Kinder ja auch den Unterschied zwischen Weihnachtsmann und Nikolaus kennen. Da ist einmal das Datum (6., respektive 25. Dezember), der Auftrag (Reflexion über das Verhalten, traditionelle Speisen, respektive Geschenke bringen) und die Kleidung (roter Mantel, Mitra, Bischofsstab versus rotes Kostüm und rote Zipfelmütze). Wir haben aus Alufolie, rotem Papier, Heisleim und einem Goldstift diese kleinen Nikoläuse gebastelt. Als Ausgangsbasis dienten verfrüht in den Läden angekommene Weihnachtsmänner.

Was der Nikolaus bringt (im Kanton Zürich): Lebkuchen Tirggel, Nüsse, Orangen, Mandarinen, Grittibänzen, eventuell kleine Schokoladen.
Grittibänzen backen: Was meiner Meinung nach die Grittibänzen geschmacklich viel besser macht, wenn man welche selber bäckt: Rosinen in Orangensaft einlegen, bevor man sie in den Teig mischt. Auch verwene ich dunkles Mehl oder sogar fein gemahlenes Vollkornmehl.

Und da man nach dem Backen und Basteln auch gerne ein bisschen singt, ist es gut, passende Lieder zu kennen. Da gibt es traditionelle wie Was isch säb für es Liechtli oder neue wie I-A, ja, ja; Gritibänz (beide von Andrew Bond) oder Gritti, Gritti, Grittibänz. À propos Grittibänz: Dieser Teigmann ist weit verbreitet, nur heisst er je nach Ort anders: Grättimaa in der Nordostschweiz, Elggermaa in der Region Winterthur, čert in der Tschechei, Stutenkerl in Nord- und Weckmann in Süddeutschland, Krampus in Bayern, Jean Bonhomme in Frankreich, Mannela im Elsass, Boxemännercher in Luxemburg und Grittibentz im Welschland. [Quelle: Migros-Magazin 50/2017, p. 50]

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen