Dazu fallen mir in den Sinn, kürzlich gelesen zu haben, dass man mit Papierkärtchen (zum Wenden) doppelt so schnell oder in gleicher Zeit doppelt so gut Wörter (Fremdsprachen) oder Rechnungen (Einmaleins) lernt, als mit bildschirmgestützten Methoden. Erst beim Repetieren von bereits Gelerntem, seien sich die analoge und die digitale Methode ebenbürtig.
Blieb der "Schlaue Schacht". Nach einigen Recherchen wurde mir einiges klar: Der "Schlaue Schacht" ist im Laufe seines Lebens schon unter verschiedenen Namen aufgetreten. Einige nennen ihn "Zauberhut". Bei Betzold heisst er heute "Magischer Zylinder". Dabei handelt es sich um ein technisch einfaches Gerät, das angetrieben durch die Schwerkraft die Kärtchen wie durch Magie wendet.
Ich habe mir für den Schulgebrauch aus Sperrholzresten schnell einen "Schlauen Schacht" zusammengesägt und -geleimt. Zu Hause bastelte ich mit unserem Buben ein Kartonmodell aus einer alten Lebensmittelverpackung - kaschiert mit Blumen aus einem Gartenkatalog.
Wer selber einen "Schlauen Schacht" bauen will, dem möge diese Skizze und die folgenden Masse dienen:
- Breite ca. 9cm
- Tiefe ca. 7cm
- Höhe ca. 15-16 cm
- Schlitz ca. 1.5cm
Beim Zusammenbau achte man darauf, dass eine Seite vorerst offen bleibt (und erst am Schluss, quasi als Deckel, verschlossen und verleimt wird. Das Innenleben besteht aus zwei Bahnen Zeichenpapier, welche genug Luft lassen, dass das Kärtchen problemlos nach unten fällt und gleichzeitig so stark geführt wird, dass es im Fallen gewendet wird. Obengenannte Masse ermöglichen den Einsatz von Kärtchen sowohl im Format A7 (halbe Postkarte), als auch A8 (Viertel-Postkarte).
Wer Anfangs dritter oder vierter Klasse im Werkunterricht einen "Schlauen Schacht" Schacht baut, kann ihn dann bei den Hausaufgaben einsetzen in Mathematik (Einmaleins), Englisch (Vokabeln) und in der 5. Klasse dann auch in Französisch (Vokabeln). Sich die Kärtchen wie von Zauberhand drehen zu lassen, fasziniert immer wieder...


